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Ein SEK-Beamter durchsucht eine Schule | Symbolfoto: © Karsten John
Ein SEK-Beamter durchsucht eine Schule | Symbolfoto: © Karsten John
[dropcap color=“#1e73be“ font=“0″]S[/dropcap]chramberg | Am heutigen Mittwochmorgen (23.07.2014) kam es in Schramberg – Landkreis Rottweil – gegen 10.00 Uhr zu einem größeren Polizeieinsatz. Ein 18-jähriger Berufsschüler hatte „massive Drohungen gegen Lehrer ausgesprochen und Gewaltdelikte angedroht“, wie ein Polizeisprecher bestätigte.
Die Drohungen soll der Schüler auch über Facebook veröffentlicht haben, als Rache für eine nicht bestandene Prüfung. Mehrere Zeugen wollen den Eintrag dort gesehen haben, der aktuell gelöscht zu sein scheint.

Um kurz nach 08.00 Uhr erfolgte der Alarm an der Friedrich-Ebert-Schule im Schramberger Stadtteil Sulgen, nachdem der Täter dort vermutet wurde. Das Schulgebäude wurde daraufhin umgehend durch Polizeikräfte durchsucht, ohne Ergebnis.

Während ein Spezialeinsatzkommando (SEK) mit zwei Hubschraubern aus Göppingen eingeflogen wurde, observierten Beamte die Wohnung der Eltern.
Um kurz nach 10 Uhr drangen Polizeibeamte des Spezialeinsatzkommandos in die elterliche Wohnung des 18-Jährigen ein.
Der junge Mann ließ sich dabei widerstandslos festnehmen. Auch der 19-jährige Bruder des Tatverdächtigen wurde kurzzeitig festgenommen, da gegen ihn ebenfalls ein Anfangsverdacht bestand. Er befindet sich jedoch bereits wieder auf freiem Fuß. Personen wurden bei dem SEK-Einsatz nicht verletzt.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten fanden die Beamten keine echten Schusswaffen. Aufgefunden wurden jedoch zwei Anscheinswaffen (Paintball-Waffen) – Nachahmungen einer Pistole sowie einer Maschinenpistole.

Die Staatsanwaltschaft Rottweil und das Polizeirevier Schramberg haben die weiteren Ermittlungen sowie die Beschuldigten- und Zeugenvernehmungen übernommen. Diese dauern derzeit noch an.