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Stuttgart | Gegen 13 Uhr am Montagmittag meldete eine 75-Jährige der Polizei, dass sie in einem Nachbargebäude einen Mann beobachtet habe, der eine Schusswaffe in der Hand hatte und kurze Zeit später habe sie einen Schuss gehört. Alarmierte Polizeibeamte umstellten das Gebäude und sperrten dieses großräumig ab. Nachdem in dem Haus über einen längeren Zeitraum keine Bewegung zu verzeichnen war, drangen Polizeibeamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) in das Anwesen und das Haus ein. Im Untergeschoß fanden die Beamten zwei tote Männer mit Schussverletzungen.

Sowohl Opfer, als auch Täter starben demnach an ihren Schussverletzungen. Offenbar erschoss der 67-jährige Besucher aus dem Großraum Frankfurt am Main zunächst sein 75 Jahre altes Opfer – einen dort ansässigen Rechtsanwalt – und tötete sich danach selbst. Ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei zufolge kannten sich Täter und Opfer bereits seit längerer Zeit. Die Ehefrau des 75-Jährigen befand sich offenbar noch im Haus, als der Täter das Haus betrat. Sie flüchtete anschließend zu Nachbarn und verständigte von dort aus die Polizei.

Die mutmaßliche Tatwaffe wurde im Haus aufgefunden. Nach einer ersten Begutachtung handelt es sich dabei um eine halbautomatische Pistole. Die Ermittlungen, insbesondere zu den weiteren Hintergründen der Tat und zum Umfeld des Täters, über den keine polizeilichen Erkenntnisse vorliegen, dauern an.

Bis etwa 18.10 Uhr waren die Straßen im Bereich Planckstraße/ Gerokstraße großräumig abgesperrt, die Stadtbahnlinie U15 wurde umgeleitet. Insgesamt waren mehr als 300 Beamtinnen und Beamte des Polizeipräsidiums Stuttgart und des Polizeipräsidiums Einsatz eingesetzt.