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Roth | Wie berichtet, eröffnete ein 49-jähriger Mann am Mittwoch (19.10.2016) bei einer gerichtlich angeordneten Durchsuchungsaktion des Landratsamtes Roth in Georgensgmünd sofort das Feuer auf die eingesetzten Polizisten. Dabei wurden mehrere Beamte des Spezialeinsatzkommandos verletzt, einer von ihnen so schwer, dass er in den frühen Morgenstunden des Folgetages (20.10.2016) seinen Schussverletzungen erlag.

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Die Spurensicherung am Tatort wurde heute fortgesetzt. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Gegen den festgenommenen 49-jährigen Beschuldigten wurde heute (20.10.2016) wegen Mordes in Tateinheit mit versuchtem Mord und gefährlicher Körperverletzung Haftbefehl erlassen.

Trauerflor und Kondolenzbuch

Die Bayerische Polizei wird bis zur Beerdigung ihres 32-jährigen Kollegen Trauerflor tragen. Ab morgen Mittag (21.10.2016) liegt im Polizeipräsidium Mittelfranken, Eingang Schlotfegergasse 10 (Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte), ein Kondolenzbuch für die Bevölkerung und alle Kollegen und Kolleginnen des Verstorbenen aus.

Dieses brutale Verbrechen macht uns alle fassungslos“, betonte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann. „Das ist eine schwere Stunde für die Bayerische Polizei und ein schrecklicher Verlust. Wir werden alles daran setzen, damit der Täter seine gerechte Strafe erhält. Unser ganzes Mitgefühl, unsere große Anteilnahme und unsere volle Solidarität gelten seinen Eltern, seinen Angehörigen und seinen Kollegen..“ Der 32-jährige SEK-Beamte ist der 65. durch Rechtsbrecher getötete Polizist der Bayerischen Polizei seit 1945.

Polizeigewerkschaften bestürzt

Mit großer Bestürzung und tiefer Trauer reagiert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) auf den Tod ihres bayerischen Kollegen. „Unser besonderes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden unseres Kollegen. Die DPolG wird der Familie des getöteten Kollegen in jedweder Hinsicht unterstützend zur Seite stehen„.

Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigt sich erschüttert von dem Tod des SEK-Polizisten. „Unsere tief empfundene Anteilnahme und unser Mitgefühl gehören den Angehörigen des verstorbenen Kollegen“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, am Donnerstag in Berlin.

Peter Schall, bayerischer GdP-Landesvorsitzender, zeigte sich ebenso entsetzt: „In dieser Stunde stehen wir eng an der Seite der Hinterbliebenen und bieten ihnen alle erdenkliche Unterstützung an.

Malchow und Schall bezeichneten den brutalen und menschenverachtenden Angriff als traurigen Höhepunkt der absurden Umtriebe der „Reichsbürger“-Bewegung, die die Bundesrepublik Deutschland als nicht existent ansähen und den deutschen Rechtsstaat ablehnten. Die beiden Gewerkschafter bekräftigten die Forderung der GdP, die Reichsbürger mit allen dem Staat zur Verfügung stehenden Mitteln bundesweit mit aller Härte des Gesetzes in die Schranken zu weisen.