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[dropcap color=“#1e73be“ font=“0″]N[/dropcap]ürnberg | Am Montagabend stach ein 22-jähriger Mann im Stadtteil Muggenhof auf einen 53-Jährigen ein und verletzte ihn lebensbedrohlich. Die 46-jährige Mutter des jungen Mannes hielt sich gegen 21.30 Uhr zusammen mit ihrem Lebensgefährten (53) in einem Vereinsheim in der Fürther Straße auf, als ihr Sohn hereinkam und den 53-Jährigen unvermittelt mit einem Messer attackierte. Als die Mutter dazwischen ging, um ihren Sohn von dem Angriff abzuhalten, zog sie sich leichte Verletzungen an der Hand zu. Nach der Messerattacke flüchtete der junge Mann.
Das lebensbedrohliche verletzte Opfer kam nach notärztlicher Erstversorgung in eine Klinik, schwebt aber nach derzeitigen Erkenntnissen nicht mehr in Lebensgefahr„, wie Polizeisprecher Robert Sandmann mitteilte.

SEK nimmt Tatverdächtigen fest

Der Kriminaldauerdienst Mittelfranken sicherte Spuren vor Ort und übernahm die ersten Ermittlungen. Eine unverzüglich eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifen brachte zunächst nicht den gewünschten Erfolg.
Da der Aufenthalt des Flüchtigen weiterhin unbekannt war, leitete die Mordkommission der Nürnberger Kriminalpolizei umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Am Tag darauf erließ eine Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Nürnberg Haftbefehl wegen versuchten Mordes gegen den 22-Jährigen.
Noch am selben Tag gegen 19.30 Uhr gelang es Kräften der Spezialeinheiten Nordbayerns gemeinsam mit der Kripo Nürnberg, den Tatverdächtigen im Stadtteil Gostenhof widerstandslos festzunehmen. Dabei stellten die Beamten ein Messer bei dem Beschuldigten sicher.

Der 22-Jährige machte im Beisein eines Anwaltes von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch und wurde einer JVA überstellt.