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[dropcap color=“#1e73be“ font=“0″]O[/dropcap]berfranken / NRW | 13 Festnahmen und Sicherstellungen von Diebsgut und umfangreichen Beweismitteln sind das Ergebnis monatelanger, akribischer Ermittlungen von Kriminalbeamten aus Coburg und Recklinghausen. 44 Eigentumsdelikte in unterschiedlichen Bundesländern können nun mit einer vermeintlichen Bande in Verbindung gebracht werden. Hierbei verursachten die Täter einen Schaden von zirka 55.000 Euro und erbeuteten Bargeld und Wertgegenstände von annähernd 80.000 Euro. Die Ermittlungen dauern noch an.

Über Monate kam es zu zahlreichen Einbrüchen in Apotheken, Wohnungen und Firmen in verschiedenen Bundesländern, mit den Schwerpunkten in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Etwa 30 Einbrüche hatten die mutmaßlichen Täter in Oberfranken verübt. Das Ziel der Täter war jeweils Bargeld. Bei den Einbrüchen in Oberfranken entstand alleine ein Sachschaden von über 37.000 Euro, wobei die Einbrecher auch über 53.000 Euro erbeuten konnten.

Länderübergreifende Ermittlungen decken Netzwerk auf

Kriminalbeamte aus Recklinghausen hatten die Gruppierung bereits seit längerem im Visier, so dass dort die Ermittlungskommission „Tresor“ unter Hinzuziehung von Beamten des Polizeipräsidiums Bochum eingerichtet wurde. Die in Oberfranken von der Kripo Coburg geführten, personal- und zeitintensiven Ermittlungen brachten die Spezialisten beider Bundesländer auf ein und dieselbe Spur. Die umfangreichen Ermittlungsergebnisse der Kripo Coburg und Kripo Recklinghausen erhärteten letztendlich den Verdacht gegen Mitglieder einer mutmaßlichen Bande aus Georgien, die zum Teil in unterschiedlichen Täterkonstellationen agierten.

In der Nacht zum 5. Oktober gelang es der Oberfränkischen Polizei nach zwei Einbrüchen in Forchheim zunächst zwei Personen festzunehmen. Mit Hilfe von einem Polizeihubschrauber sowie eines Diensthundes suchten zahlreiche Polizeikräfte die noch weiteren zwei flüchtenden Männer. Am Nachmittag gelang es den Polizeikräften einen dritten Tatverdächtigen in Pretzfeld, Lkr. Forchheim, festzunehmen. Aufgrund des ständigen Informationsaustausches zwischen den Ermittlungsbehörden von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft konnte auch der vierte mutmaßliche Einbrecher einige Tage später in Recklinghausen dingfest gemacht werden.

Zehn Haftbefehle vollzogen

Im Zuge der nun bekannten Ermittlungsergebnisse erwirkte die Staatsanwaltschaft Bochum gegen zehn Personen im Alter von 20 bis 32 Jahren Haftbefehle wegen bandenmäßigen Einbruchdiebstahls. Zwei Haftbefehle konnte die Coburger Kripo mit Unterstützung von Beamten der Bereitschaftspolizei am 14. Oktober in Regenstauf, Lkr. Regensburg, vollziehen. In diesem Zusammenhang fanden die Einsatzkräfte auch bei einer weiteren Person Diebesgut, so dass auch hier ein Verfahren gegen den 30-Jährigen eingeleitet wurde. Die weiteren Haftbefehle vollzog die EK Tresor in verschiedenen Städten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Bei den umfangreichen Durchsuchungsmaßnahmen stellten die Spezialisten für Einbruchskriminalität neben Diebsgut auch Einbruchswerkzeug und ein Elektroschweißgerät sicher.

Die bisher gewonnenen Erkenntnisse machen zudem deutlich, dass die Festgenommenen in einem breitgefächerten Netzwerk organisiert waren und äußerst konspirativ vorgingen. Die gemeinsamen Ermittlungen der zuständigen Staatsanwaltschaften und Polizeibehörden dauern an.