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München | Am frühen Dienstagabend kam es in der Maxvorstadt in München zu einer Schießerei auf offener Straße bei dem ersten Angaben zufolge zwei Personen verletzt wurden. Wie die Polizei München auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte, konnte der mutmaßliche Täter nach rund drei Stunden von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) überwältigt werden.

 

Gegen 18.10 Uhr erreichte die Einsatzzentrale der Polizei mehrere Notrufe „wegen Schüssen“, sagte Polizeisprecher Marcus Da Gloria Martins. Kurz zuvor sollen zwei Männer und eine Frau auf der Straße laut stark gestritten haben. Im weiteren Verlauf habe ein 40-jähriger Mann aus dem Irak auf einen 24-jährigen Syrer geschossen. Dieser wurde durch drei Schüsse verletzt und in eine Klinik gebracht. Lebensgefahr bestehe nach Polizeiangaben nicht. Die ebenfalls aus Syrien stammende 24-jährige Frau blieb unverletzt.

Iraker drohte mit Suizid

Als Einsatzkräfte der Polizei am Tatort eintrafen, soll der 40-Jährige noch mit einer Schusswaffe bewaffnet gewesen sein und es kam offenbar zu einer Schussabgabe, wobei der Iraker am Bein verletzt wurde. Auf die Rufe der Beamten die Waffe wegzulegen reagierte der Mann nicht.
In der Zentnerstraße konnten die Polizeikräfte den Mann festsetzen, wo dieser damit drohte sich zu erschießen. Fast drei Stunden versuchten Verhandler vergebens den Mann zur Aufgabe zu bewegen. Gegen 21 Uhr griffen Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) nach Zündung eines Irritationskörper zu und überwältigten den Täter.

 

Laut Polizei besteht zwischen allen Parteien ein „familiäres Konstrukt“.