SEK Berlin rettet Flüchtlinge vor Sprung vom Balkon

Anzeige

Berlin | In einer Erstaufnahmestelle für Asylsuchende in Berlin kam es am heutigen frühen Donnerstagnachmittag gegen 14 Uhr zu einem größeren Polizeieinsatz. Zwei Asylsuchende warteten seit mehreren Tagen vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) – einer Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge – auf die Registrierung und Unterstützung durch die Behörden. Da die Behörde durch den Ansturm von Hilfesuchenden völlig überfordert und ausgelastet ist, dauert es aktuell nach Angaben von Flüchtlingen bis zu 21 Tage, ehe sie an der Reihe sind und Hilfe erhalten.

Dieses versuchten zwei asylsuchende Männer zu verkürzen und stiegen auf einen Balkon des LAGeSo. Dort drohten sie damit sich runter zu stürzen, falls ihre Anträge nicht sofort bearbeitet würden. Die Berliner Feuerwehr baute vor dem Balkon ein Sprungkissen auf und Polizeibeamte sperrten den Bereich ab.

Alarmierte Kräfte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei Berlin konnten beide Männer ins Gebäude zurück ziehen und in Sicherheit bringen. Nach Angaben von Polizeisprecher Stefan Redlich war der Einsatz gegen 15 Uhr beendet und keine Person verletzt.