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Berlin | In der Nacht zum heutigen Samstag betrat gegen 0.20 Uhr ein maskierter Mann einen Spätkauf im Bezirk Friedrichshain und bedrohte einen 31-jährigen Verkäufer mit einer Schusswaffe. Dabei kam es zu einem Gerangel zwischen den beiden, woraufhin der Verdächtige dem Angestellten mit dem Griff der Waffe gegen den Kopf schlug. Zeitgleich betraten drei weitere Maskierte das Geschäft, warfen eine Flasche auf den Boden und durchwühlten die Zigarettenauslage sowie den Tresen. Anschließend flüchtete das Quartett in die Mühsamstraße und dann weiter in die Richard-Sorge-Straße, wobei sie von Zeugen beobachtet wurden.

Zwischenzeitlich alarmierte Polizeibeamte nahmen in der Mühsamstraße aufgrund einer Personenbeschreibung zunächst einen 20-Jährigen vorläufig fest. Ein weiterer Zeuge hatte einen Flüchtenden dabei beobachtet, wie dieser in einem Wohnhaus in der Richard-Sorge-Straße verschwand.
Der Festgenommene hatte gegenüber den Polizeibeamten angegeben, dass sich sein Ausweis bei einem Bekannten in der Richard-Sorge-Straße befinden soll, so dass die Wohnung ermittelt werden konnte, in der sich offenbar seine drei Komplizen befinden könnten.

Während Polizeibeamte das Wohnhaus umstellt hatten und auf das Eintreffen eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) warteten, kamen nacheinander zwei Komplizen des Festgenommenen aus der betreffenden Wohnung. Zur Festnahme des dritten Mittäters mussten die Beamten des SEK in die Wohnung eindringen und nahmen ihn dort fest.

Bei dem Quartett fanden die Polizisten Zigarettenschachteln und eine Kasse, die offenkundig aus dem überfallenen Laden stammten. Die Festgenommenen wurden zwecks erkennungsdienstlicher Behandlungen und Blutentnahmen zur Gefangenensammelstelle gebracht und für die Kriminalpolizei eingeliefert. „“, teilte die Polizei Berlin mit.Während ein 20-Jähriger und der 18-Jährige bereits bei der Polizei bekannt sind, sind die anderen beiden 20-Jährigen polizeilich noch nicht oft in Erscheinung getreten

Die Kopfplatzwunde des Spätkaufmitarbeiters musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Anschließend konnte er dieses wieder verlassen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.