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Symbolfoto © Tim Schaarschmidt
Symbolfoto © Tim Schaarschmidt

Im September 2012 begann eine Raubserie überwiegend in den Berliner Bezirken Neukölln und Kreuzberg, bei der jeweils ein auffällig großer Mann, 1 Meter 90 bis 1 Meter 95, als Täter beschrieben wurde. Ziel des mit einer Pistole bewaffneten Räubers waren mehrere Apotheken, ein Restaurant und eine Tankstelle. Im November 2012 brach die Serie plötzlich ab. Trotz umfangreicher Ermittlungen, dem Einsatz von Kriminaltechnik und Diensthunden, konnte kein Tatverdächtiger ermittelt werden.

In den letzten Wochen begann die Raubserie erneut, diesmal im Bezirk Charlottenburg. Die Täterbeschreibung und Vorgehensweise waren identisch mit den damaligen Taten im Jahre 2012. Beamte der Kriminalpolizei konnten anhand von Spuren schnell einen 26-Jährigen als dringend Tatverdächtigen identifizieren.

Am vergangenen Mittwoch nahmen Polizeibeamte unter Beteiligung des Spezialeinsatzkommandos (SEK) den Tatverdächtigen in seiner Wohnung in Berlin-Kreuzberg fest. Die Staatsanwaltschaft Berlin erwirkte einen Haftbefehl, der noch am Tag der Festnahme vom Richter verkündet wurde.
Der Festgenommene legte ein umfassendes Geständnis ab zu bisher 13 Apothekenüberfällen – zehn im Jahre 2012 und drei in diesem Jahr – sowie den beiden anderen genannten Raubtaten. Als Motiv nannte er die Finanzierung seines Rauschgiftkonsums.