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Symbolfoto
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Am Samstag, dem 15.02.2014, gegen 01.15 Uhr erreichte die Polizei über den Notruf in der Einsatzleitstelle des Polizeipräsidiums Neubrandenburg die Information über eine räuberische Erpressung in der Ortschaft Züssow.
Demnach sollen kurz zuvor mindestens fünf unbekannte männliche Personen in die Wohnung eines Geschädigten in einem Mehrfamilienhaus in Züssow eingedrungen sein. Mehrere dieser Personen hatten den Geschädigten mit Fäusten ins Gesicht geschlagen und Bargeld gefordert. Dabei hat ein Tatverdächtiger den Geschädigten mit einer Pistole bedroht, während die anderen Tatverdächtigen die Wohnung nach Wertgegenständen durchsuchten. Entwendet wurden ein Laptop, ein Reisepass, eine Geldbörse mit Bargeld sowie ein Handy und in einer Reisetasche des Geschädigten verstaut. Anschließend flohen die Tatverdächtigen in unbekannte Richtung.

Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen mit mehreren Funkstreifenwagen nach den verdächtigen Personen verlief zunächst erfolglos.
Die Ermittlungen wurden noch in der Nacht durch den Kriminaldauerdienst des Kriminalkommissariats Anklam begonnen und am Vormittag durch die Kriminalpolizeiinspektion Anklam übernommen.

Noch am selben Tag konnte ein 28-jähriger Mann aus Anklam als einer der Tatverdächtigen ermittelt und durch eine Gruppe des Spezialeinsatzkommandos M-V (SEK) festgenommen werden.

In den folgenden Tagen wurden durch die Ermittler der Kriminalpolizei Anklam fünf weitere männliche und eine weibliche Tatverdächtige ermittelt. Am Dienstag, dem 18.02.2014, wurden drei männliche Tatverdächtige im Alter von 29, 33 und 34 Jahren aus Anklam bzw. Friedland festgenommen. Auch diese Festnahmen hatte das SEK M-V durchgeführt, da zu befürchten war, dass die bei der Straftat zuvor verwendete Schusswaffe auch gegen die Beamten eingesetzt wird. Alle Festgenommenen leisteten jedoch keinen Widerstand. Am Mittwoch, dem 19.02.2014, wurden ein 21- und ein 38-Jähriger aus Anklam festgenommen.

Bei den Durchsuchungen der Wohnungen der Beschuldigten wurden neben dem Raubgut und anderen Tatmitteln auch die Schusswaffe aufgefunden und sichergestellt.

Heute wurden die letzten Anträge auf Haftbefehl durch das Amtsgericht bestätigt, so dass nun die sechs männlichen Beschuldigten bis zum Verfahrens in den Justizvollzugsanstalten des Landes einsitzen.

Die Ermittlungen der KPI zum Verdacht der räuberischen Erpressung werden weiter fortgeführt. Die Tatverdächtigen haben nun mit einer Freiheitsstrafe von nicht unter fünf Jahren zu rechnen. Bei den weiteren Ermittlungen wird das Augenmerk auch auf weitere ungeklärte Delikte in der Region, insbesondere Raubstraftaten und Delikte im Drogenmilieu, gelegt.