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Symbolfoto Polizei NRW | © Tomas Moll
Symbolfoto Polizei NRW | © Tomas Moll
[dropcap color=“#1e73be“ font=“0″]L[/dropcap]übbecke | Um 12.17 Uhr ging bei der Polizeileitstelle ein Notruf ein, wo zwei Kinder mitteilten, dass die Mutter von ihrem Ehemann mit heißem Wasser über den Arm verbrüht wurde. Zuvor sei es in dem Haus zu einem verbalen Streit der Eheleute gekommen.
Als eine Streifenwagenbesatzung kurz nach der Alarmierung eintraf, konnten die beiden minderjährigen Kinder das Haus unversehrt verlassen. Sie berichteten den Polizeibeamten von den Auseinandersetzungen der Eltern.

Da beide Elternteile nicht angetroffen wurden und die Polizisten aus einem verschlossenen Raum Geräusche hörten, zogen sich die Beamten vorübergehend zurück und sperrten den Bereich ab. Auch lagen Hinweise vor, dass der 50-jährige Familienvater im Besitz von Waffen sein solle.
Um eine Gefährdung für weitere Personen auszuschließen, wurde das Spezialeinsatzkommando (SEK) aus Bielefeld angefordert.
Nur kurze Zeit später erschien die 53-jährige Ehefrau unvermittelt an der Haustür und konnte von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht werden.

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Ihr Mann hatte offenbar noch vor dem Eintreffen weiterer Polizisten das Haus unbemerkt verlassen und stellte sich um kurz nach 14 Uhr freiwillig den Beamten. Das SEK kam nicht mehr zum Einsatz.
In einer ersten Befragung der Frau gab diese an, dass ihr Mann sie zwar verbrüht, aber nicht geschlagen hätte. Gegen den 50-Jährigen ermittelt die Polizei jetzt wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung. Im Haus fanden die Einsatzkräfte ein Luftgewehr und eine Softairwaffe. Sprengstoffspürhunde durchsuchten am Nachmittag das Haus erfolglos nach weiteren Waffen.