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[dropcap color=“#1e73be“ font=“0″]F[/dropcap]lensburg | Nachdem sich die Ermittlungen der Kirminalpolizei Flensburg in Zusammenhang mit Wohnungseinbruchdiebstählen in und um Flensburg seit April 2013 auf einen in Flensburg lebenden Serben konzentrierten, konnte am Freitagmorgen, 14.11.2014, die Festnahme des Tatverdächtigen mit anschließender Wohnungsdurchsuchung erfolgen. Zeitgleich wurde bei einem 18-jährigen Hamburger Mittäter durchsucht, welcher zusammen mit dem serbischen Tatverdächtigen am 27.09.14 nach einem versuchten Wohnungseinbruchdiebstahl im Stadtgebiet in Tatortnähe festgestellt worden war.

Die äußerst akribisch geführten Ermittlungen sowie die enge Zusammenarbeit verschiedener Polizeidienststellen unter Beteiligung der Staatsanwaltschaft machten es möglich, dem Festgenommenen mehr als 30 Wohnungseinbruchdiebstähle nachzuweisen und nun entsprechende Durchsuchungsbeschlüsse sowie einen Haftbefehl beim Landgericht Flensburg zu erwirken.

Da bei einigen Taten auch scharfe Schusswaffen entwendet wurden, erfolgte die Festnahme des Verdächtigen durch das Spezialeinsatzkommando (SEK) Schleswig-Holstein. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung konnte weiteres umfangreiches Beweismaterial aufgefunden und sichergestellt werden, von dem einiges bereits weiteren Taten zugeordnet werden konnte.

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Insbesondere konnte Stehlgut aus einer Tat aufgefunden werden, die sich erst am Abend vor dem Zugriff ereignet hatte. Hier hatte sich der 28-jährige Serbe gewaltsam Zutritt zu einem Reihenhaus in der Jens-Due-Straße in Flensburg verschafft, sämtliche Räume durchwühlt, Bargeld und Goldschmuck entwendet. Darüber hinaus wurden in der Wohnung des Tatverdächtigen scharfe Schusswaffen sichergestellt, die einem Einbruch vom Donnerstag, dem 05.11.14 (16.00 Uhr-18:30 Uhr) im Alten Kupfermühlenweg in Flensburg (Stehlgut hier: Tresor mit Bargeld, Schmuck, Jagdwaffen, Munition) zugeordnet werden konnten. Dem Tatverdächtigen ist ein weiterer Wohnungseinbruchdiebstahl vom 25.10.14 in ein Einfamilienhaus in der Heinrich-Voss-Straße zuzurechnen, bei dem ebenfalls ein Tresor entwendet wurde, welcher 6 Tage nach der Tat aufgebrochen im Stadtpark aufgefunden wurde. Gegenstände aus diesem Tresor wurden in der Wohnung des Verdächtigen sichergestellt.

Schmuck, Waffen, Bargeld und Unterhaltungselektronik sichergestellt

Im Rahmen der Durchsuchung wurden vor allem Schmuck, Waffen, Bargeld und hochwertige mobile Unterhaltungselektronik in umfangreicher Menge aber auch weiteres Beweismaterial, welches einen Abgleich mit den gesicherten Spuren ermöglicht, gefunden und sichergestellt.

Der Festgenommene baldowerte bei seinen Taten die von ihm favorisierten Objekte, zumeist Einfamilien- oder Reihenhäuser in Flensburg und im Flensburger Umland, intensiv aus. Bei der Tatbegehung nutzte er häufig auch nur kurz andauernde Abwesenheitszeiten der Hausbewohner während der Dämmerung aus. Überwiegend näherte sich der Tatverdächtige den Terrassen der betroffenen Häuser vom rückwärtigen Bereich und hebelte mit großem Geschick Terrassentüren oder Fenster mittels verschiedener Werkzeuge auf, um so in die Häuser zu gelangen. Hier wurden dann insbesondere Bargeld, Schmuck und Tresore, aber auch andere Wertgegenstände vom Täter gesucht und mitgenommen.

Das erbeutete Diebesgut hat einen Gesamtwert von mehreren hunderttausend Euro. Der entstandene Sachschaden ist bei dieser Summe eher zu vernachlässigen. Die psychische Belastung der Opfer durch die Einbruchstaten ist oft von langer Dauer und materiell nicht zu beziffern.

Der Verbleib eines großen Teils des Stehlgutes ist weiterhin unklar. Ein Absatz in überregionalen Pfandhäusern ist denkbar.

Während der in Flensburg festgenommene serbische Staatsangehörige nach Verkündung des Haftbefehls wegen Fluchtgefahr in Untersuchungshaft genommen wurde, musste der Hamburger Tatverdächtige auf freien Fuß belassen werden.