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Foto: © Polizei-Beratung.de
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Mitteilungen von Kindern über verdächtige Personen, die sie auf dem Weg zur oder von der Schule  oder dem Kindergarten angesprochen haben, rufen regelmäßig besorgte Reaktionen von verunsicherten Eltern hervor, die Angst um ihre Kinder haben. In nicht wenigen dieser Fälle entwickeln sich daraus Gerüchte, die nur schwer wieder einzufangen sind.
Die Polizei geht jedem Hinweis auf verdächtiges Ansprechen von Kindern nach. Zum Glück stellt sich sehr selten ein Verdacht als richtig heraus, in den allermeisten Fällen liegt dem geäußerten Verdacht ein harmloser Sachverhalt zu Grunde.

Um den Verantwortlichen von Schulen, Kindertagesstätten und vergleichbaren Einrichtungen Handlungssicherheit bei Bekanntwerden von entsprechenden Verdachtsfällen zu vermitteln, hat die Stadtverwaltung Remseck mit der Kriminalprävention der Polizeidirektion Ludwigsburg unter Beteiligung von Kindertagesstätten, Jugendreferat und Schuleneine gemeinsame Verhaltensrichtlinie entwickelt. Polizei, Betreuungseinrichtungen, Schule und Kommune sollen dadurch in die Lage versetzt werden, im Einzelfall sachgerecht und zeitnah zu reagieren und die Eltern über den Fortgang der Ermittlungen bzw. deren Ergebnis zu informieren.

Was können Eltern vorbeugend tun?

Für selbstbewusste und aufgeklärte Kinder besteht erfahrungsgemäß ein geringeres Opferrisiko. Die Polizei empfiehlt daher:

  • Erlauben Sie ihrem Kind ausdrücklich, dass es „Nein“ sagen darf, wenn ihm etwas komisch vorkommt, es sich unwohl fühlt oder es sich in Gefahr wähnt.
  • Üben Sie mit ihrem Kind – etwa in kleinen Rollenspielen – wie es sich in bedrohlichen Situationen verhalten soll. Es soll weglaufen, andere Erwachsene ansprechen, um Hilfe bitten oder auch laut auf sich aufmerksam machen und um Hilfe schreien.
  • Ermuntern Sie ihr Kind ausdrücklich, um Hilfe zu bitten, wenn es Hilfe braucht.
  • Ihr Kind sollte die Notrufnummer 110 kennen und auch wissen, dass es bei Gefahr ohne Geld und ohne Telefonkarte, mit jedem Handy und von jedem öffentlichen Fernsprecher aus die Polizei rufen kann.
  • Lassen Sie ihr Kind nach Möglichkeit in Gruppen zur Schule gehen.
  • Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind fest, wer es von der Schule oder vom Kindergarten abholen darf. Dies sollten nur wenige vertraute Personen sein.

 

Weitere Tipps erhalten Sie auch auf der Webseite der Polizei Beratung. Oder unter http://www.missbrauch-verhindern.de