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GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow | Foto: GdP
GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow | Foto: GdP

„Die Beschäftigten bei der Polizei haben es verdient, dass sich die gute wirtschaftliche Situation in Deutschland auch auf ihre Gehälter niederschlägt und ihr täglicher Einsatz für die innere Sicherheit in Deutschland anerkannt wird. Ohne die Tarifbeschäftigten ist die Aufgabe nicht zu leisten“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, am Dienstag (11.02.2014) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit ver.di, GEW und dbb tarifunion.
Die Polizeien des Bundes seien pausenlos in gefährlichen Einsätzen bei Fußballkrawallen, unfriedlichen Demonstrationen und bei der Bekämpfung schwerer Kriminalität, so Malchow weiter. Malchow: „Das gilt für alle Beschäftigten. Freie Wochenenden kennen sie kaum noch.“ Die GdP, so kündigte Malchow an, werde sich in den Verhandlungen nachdrücklich für eine zeit- und inhaltsgleiche Übernahme des Tarifabschlusses auf die Beamtinnen und Beamten bei Bund und Kommunen sowie die Versorgungsempfänger einsetzen. Malchow: „Der öffentliche Dienst insgesamt leistet gute Arbeit. Wir lassen uns nicht spalten.“

In der Sitzung der Bundestarifkommission ver.di am 11. Februar, an der Vertreterinnen und Vertreter von GdP und GEW teilgenommen haben, wurde von den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes für die Tarifrunde 2014 mit Bund und VKA Folgendes beschlossen:

  • Die Tabellenentgelte des TVöD werden um einen Grundbetrag von 100 Euro sowie um 3,5 Prozent erhöht
  • Die Laufzeit soll zwölf Monate nicht übersteigen
  • 30 Urlaubstage für alle
  • Anhebung der Auszubildendenvergütung um 100 Euro und verbindliche Regelungen zur unbefristeten Übernahme nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung.
  • Die Ergebnisse zu 1. bis 3. sollen zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamte und Versorgungsempfänger/innen übertragen werden.

Die Polizei-Beschäftigten, so der GdP-Chef, wüssten sehr wohl, dass beim Bund hohe Steuereinnahmen die Kasse klingeln lassen und auch in den Städten und Gemeinden die gute Wirtschaftslage für solide Gewerbesteuereinnahmen sorgt. Malchow weiter: „Die öffentlichen Arbeitgeber müssen davon jetzt ein anständiges Stück an ihre Beschäftigten weitergeben. Schon jetzt zeigen die rückläufigen Zahlen geeigneter Bewerbungen bei der Polizei, dass der Nachwuchs sich hin zu besseren Perspektiven in der freien Wirtschaft orientiert.“

Quelle: GdP