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Schlüchtern/Offenbach | Das Bild welches sich den alarmierten Einsatzkräften von Polizei und Rettungsdienst am vergangenen Freitagabend in Schlüchtern bot, spiegelt den Pressebericht „tätliche Auseinandersetzung zweier Männer“ kaum wieder. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Hanau, Jürgen Heinze am heutigen Mittwochmorgen auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS bestätigt, wurden dem 18-jährigen Opfer Augenlider, Ohren und Nasenflügel abgeschnitten oder abgebissen und mit einem Messer in den Hals und in die Augäpfel gestochen.

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Eine Anwohnerin in der Obertorstraße hatte gegen 22 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem sie aus einer Wohnung im Haus laute Schreie gehört hatte. Die Polizeibeamten mussten zunächst die Wohnungstür aufbrechen und trafen dort auf die beiden Beteiligten. Das 18 Jahre alte Opfer – ein somalischer Asylbewerber – wurde von einem 19 Jahre alten Eritreer dermaßen schwerverletzt, dass der 18-Jährige in eine Spezialklinik eingeliefert werden musste. Der mutmaßliche Täter wurde unter dem dringenden Verdacht festgenommen. „Der 19 Jahre alte Verdächtige, bei dem es sich ebenfalls um einen Asylbewerber handelt, machte bislang keine Angaben zu einem Motiv„, teilte das PP Südosthessen mit.

Auf Antrag der Hanauer Staatsanwaltschaft wurde er einem Ermittlungsrichter vorgeführt, welcher die Untersuchungshaft anordnete. Die weiteren Ermittlungen dauern an.