Anzeige

Köln | Eine fünfköpfige Präsenzstreife der Kölner Bereitschaftspolizei hat am gestrigen Donnerstagabend (23. Juni 2016) in der Kölner Innenstadt eine selbstgebaute Rohrbombe sichergestellt, wie die Behörden heute mitteilten. Den Besitzer, einen 27 Jahre alten Mann aus Dortmund, nahmen die Beamten fest. Die Begutachtung durch einen Entschärfer ergab, dass der Sprengsatz funktionsfähig war. Im Fall einer Explosion hätte für Menschen im unmittelbaren Umfeld erhebliche Gefahr bestanden. Der Fall macht wieder deutlich, dass Polizeipräsenz, eine niedrige Einschreitschwelle und konsequentes Vorgehen bei scheinbar niederschwelligen Auffälligkeiten Wirkung zeigen.

Um 20.20 Uhr gerieten der Dortmunder und seine drei Begleiter am Alter Markt durch die Aufschrift „FCK CPS“ (Fuck Cops) auf dem T-Shirt des Bombenbesitzers ins Visier der Streife. Die Nervosität bei der Kontrolle ließ die Beamten genauer hinsehen. Bei der Durchsuchung des mitgeführten Rucksacks fanden die Beamten eine Plastiktüte mit dem Sprengkörper sowie kleine Mengen einer synthetischen Partydroge.

LESEN SIE HIER: Linke Chaoten ziehen Spur der Verwüstung in Berlin

Bei der Wohnungsdurchsuchung stellten die Polizisten Beweismittel sicher, die den Bau des jetzt sichergestellten Sprengsatzes belegen. Der 27-Jährige ist 2011 durch eine politisch motivierte Gewalttat in Erscheinung getreten.
Er soll noch heute auf Antrag der Staatsanwaltschaft Köln wegen der Vorbereitung eines Explosionsverbrechens dem Haftrichter vorgeführt werden.