Anzeige

Krefeld | In der Silvesternacht gegen 21.20 Uhr bedrohte ein 26-jähriger Krefelder seinen Vater mit einem Messer in einem Kiosk.
Als Polizeibeamte eintrafen, hielt der Beschuldigte das Messer in der Hand. Die Beamten forderten ihn mehrmals auf, das Messer fallen zu lassen. Diesen Aufforderung kam der junge Mann jedoch nicht nach.

Der Einsatz von Pfefferspray blieb ohne Erfolg. Unmittelbar darauf stürmte der unter Drogeneinfluss stehende Mann mit dem Messer in der erhobenen rechten Hand auf die Einsatzkräfte los.
Die Beamten drohten den weiteren Einsatz von Reizstoff und der Schusswaffe an. Dies ignorierte der Täter und ging weiter auf die Polizisten zu. Daraufhin gab ein Beamter in Notwehrabsicht einen Schuss aus seiner Dienstwaffe ab, traf den Täter jedoch nicht. Der 26-Jährige stach mit dem Messer einem Beamten in den Nacken und verletzte ihn schwer. Ein weiterer Messerangriff konnte abgewehrt werden.

Bei seiner Festnahme leistete der Mann erheblichen Widerstand, so dass ein zweiter Polizist Schnittverletzungen sowie ein weiterer Beamter Prellungen an der Hand erlitten. Alle drei Polizisten konnten das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Da der Täter offensichtlich unter erheblichem Drogeneinfluss stand, wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert. Seitens der Staatsanwaltschaft wurde beim Amtsgericht Krefeld der Erlass eines Haftbefehls wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte beantragt. Am Samstag (02.01.2016) erließ das Amtsgericht Krefeld einen Unterbringungsbeschluss gegen den Beschuldigten.

Nach dem Angriff und Versagen des Pfeffersprays wird erneut der Ruf nach einem „TASER“ laut.

Lesen Sie hier alles rund um die Elektro-Distanz-Impulswaffe Taser.