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Raubmord: Leichenteile lagen Jahre in Tiefkühltuhe

Berlin | Wenige Tage nach einem grausamen Leichenfund im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg konnten Ermittler einen dringend Tatverdächtigen festnehmen. Wie die Polizei Berlin mitteilte, wurde die Leiche bereits am Montagabend vergangener Woche entdeckt, nachdem ein Mieter seinen 90-Jährigen Nachbarn als vermisst meldete, da er diesen schon lange nicht mehr gesehen hatte.

Am 9. Januar 2017 öffneten Feuerwehrleute auf Anforderung der Polizei gegen 19 Uhr die Wohnung des vermissten Rentners. Dabei entdeckten die Beamten schließlich den 90-Jährigen zerstückelt in der Tiefkühltruhe. Bei der rechtsmedizinischen Untersuchung in der Charité stellte sich heraus, dass der betagte Herr Opfer eines Tötungsdeliktes geworden war.

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Gemeinsame Ermittlungen der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft führten zu dem Verdacht, dass der Rentner schon vor etwa zehn Jahren getötet und eingefroren worden sein könnte, so die Polizei in ihrer Meldung. Während der Ermittlungen stellten die Beamten auch fest, dass noch im Dezember und Januar Geld von einem Unbekannten von dem Konto des Toten abgehoben worden war. Von diesem Mann wurden Videoaufnahmen in einer Bankfiliale gesichert.

Ein Tatverdächtiger, der vom äußeren Erscheinungsbild der in der Bankfiliale gefilmte Mann zu sein schien, wurde schließlich am Abend des 10. Januar 2017 in der Nähe der Wohnung des Rentners festgenommen.
Der Festgenommene soll laut Angaben der Polizei persönliche Gegenstände des Opfers mit sich geführt haben.

Am Mittwoch erließ ein Richter einen Haftbefehl gegen ihn.
Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar und Gegenstand der weiter andauernden Ermittlungen.

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