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[dropcap bgcolor=“#1e73be“]N[/dropcap]RW | Der Bundespolizei ist am 9. April 2015 in enger Zusammenarbeit mit der österreichischen Polizei ein Schlag gegen eine international agierende Schleuserbande gelungen. In Deutschland durchsuchte die Bundespolizei, unter anderem mit Spezialkräften, sechs Wohnungen in Nordrhein-Westfalen und eine weitere in der Nähe von Ulm. [one_third]Anzeige[ad id=“13357″][/one_third]Dabei vollstreckten die Beamten drei Haftbefehle. Ein vierter Beschuldigter wurde bei einer aktuellen Schleusung aus Serbien in Österreich verhaftet. Zudem stellten die Ermittler über 170.000 Euro Bargeld und zahlreiche Beweismittel, unter anderem Handys, Speichermedien und Dokumente sicher. Insgesamt waren über 200 Beamte der Bundespolizei im Einsatz.

Zeitgleich fanden in Österreich zahlreiche Wohnungsdurchsuchungen und Festnahmen statt. Daher werden die Ermittlungen in enger Abstimmung der Behörden der beiden Länder geführt. Der Aktion waren monatelange, umfangreiche und international abgestimmte Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Traunstein und der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München vorausgegangen.

Die Täter gingen arbeitsteilig vor, indem die Geschleusten in verschiedenen Etappen mit dem PKW über Serbien, Bulgarien und Ungarn nach Wien verbracht wurden. Von Österreich aus erfolgte dann der Weitertransport mit Schleuserfahrern in Taxis oder Mietautos sowie unter Nutzung von Online-Mitfahrzentralen überwiegend nach Deutschland, teilweise auch nach Dänemark und Schweden.

Die Beschuldigten erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts des banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern.

Der Präsident des Bundespolizeipräsidiums, Dr. Dieter Romann, äußert sich hierzu wie folgt: „Dieser Ermittlungserfolg führt uns erneut vor Augen, dass Schleusungen kein Kavaliersdelikt sind, sondern nichts anderes als eine menschenverachtende Form der Organisierten Kriminalität, bei der es nur ums Kasse machen geht.