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[dropcap bgcolor=“#1e73be“]B[/dropcap]erlin | Intensive Ermittlungen des Landeskriminalamts (LKA) und der Staatsanwaltschaft Berlin führten bereits am vergangenen Freitag zur Festnahme von sechs Tatverdächtigen, denen vorgeworfen wird, gemeinschaftlich und gewerblich aus Bürgerämtern gestohlene, größtenteils noch nicht ausgefüllte Dokumente verkauft zu haben.
Insgesamt vollstreckten die Ermittler zehn Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Tiergarten in Schöneberg, Neukölln, Charlottenburg und Wilmersdorf.

1.100 Blanko Dokumente

In der Wohnung eines 54-Jährigen Tatverdächtigen in Wilmersdorf beschlagnahmten die Beamten einen Großteil der insgesamt ca. 1.100 Dokumente wie Aufenthaltstitel, Reisepässe und Kinderreisepässe. Einige Ausweise waren bereits ausgefüllt, auch ge- und verfälschte Ausweispapiere befanden sich darunter. Außerdem stellten die Polizisten Computertechnik sicher.

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Fotos: © Tomas Moll

Nach den bisherigen Ermittlungen ging die Bande in unterschiedlicher Tatbeteiligung vor und verkaufte die Dokumente an Interessenten, die sich so einen scheinbar legalen Aufenthalt in Deutschland sichern wollten. Bezahlt wurden die Pässe ausschließlich in bar.
Bei den weiteren festgenommenen, mutmaßlichen Bandenmitgliedern handelt es sich um Männer im Alter von 41 bis 62 Jahren. Sie wurden nach erkennungsdienstlichen und weiteren polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.
Die weiteren Ermittlungen des LKA und Staatsanwaltschaft dauern an.