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[dropcap]N[/dropcap]eumünster | Bereits am letzten Mittwoch (22.07.15) gelang dem Zollfahndungsamt Hamburg ein Schlag gegen eine international agierende Rauschgiftbande, bei dem 4 polnische Staatsangehörige in einem Gewerbegebiet in Neumünster/Schleswig-Holstein festgenommen werden konnten, als diese versuchten, insgesamt 15 kg Marihuana aus Spanien nach Deutschland einzuschmuggeln.

Durch einen Hinweis im Rahmen der Zusammenarbeit europäischer Ermittlungsbehörden wurde das Zollfahndungsamt Hamburg am 16.07.15 auf einen polnischen Staatsangehörigen (39) aufmerksam, als dieser mit einem Kleintransporter, der wie sich später herausstellte mit einem doppelten Boden unter der Ladefläche versehen war, von Lübeck aus über Frankreich nach Spanien in die Nähe von Malaga fuhr.

Dort wurden nach den bisherigen Ermittlungen die später sichergestellten 15 kg Marihuana in den doppelten Boden eingebaut.

Nach 2-tägigem Aufenthalt in der Nähe von Malaga setzte sich das Fahrzeug mit dem 39-jährigen polnischen Fahrer wieder in Bewegung zurück nach Deutschland.

In den Abendstunden des 22.07.15 wurde festgestellt, wie der Kleintransporter in ein Gewerbegebiet in Neumünster fuhr. Bevor er in einer Halle verschwinden konnte, erfolgte der Zugriff durch eine Spezialeinheit des Zollfahndungsamtes Hamburg und eine Spezialzugriffseinheit des Zollkriminalamtes (ZKA) aus Köln, der Zentralen Unterstützungseinheit Zoll: kurz ZUZ. Beim Zugriff wurden der 39-jährige polnische Fahrer des Kleintransporters und 3 weitere polnische Staatsangehörige (37, 31 und 26 Jahre alt), die bereits in der Halle auf den Kleintransporter warteten, festgenommen.

Bei der anschließenden genaueren Durchsuchung des Kleintransporters konnten 15 kg Marihuana, die sich in einem speziell hergerichteten doppelten Boden unter der Ladefläche befanden, sichergestellt werden. Nach bisherigen Erkenntnissen war das Marihuana für den illegalen Verkauf in Hamburg bestimmt gewesen.

Dieser Erfolg zeigt erneut die Bedeutung und Wichtigkeit der engen und guten Zusammenarbeit von europäischen Ermittlungsbehörden bei der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Rauschgiftkriminalität in Europa„, so Niels Hennig, Pressesprecher des Zollfahndungsamtes Hamburg.

Alle 4 festgenommen Personen wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hamburg dem Haftrichter beim Amtsgericht Hamburg vorgeführt, der für alle Personen Haftbefehle erließ.

Das sichergestellte Marihuana hat einen Straßenverkaufswert von rund 150.000,- EUR.

Die Ermittlungen zu weiteren Hintergründen der Schmuggelfahrt und ob bereits in der Vergangenheit Schmuggelfahrten in ähnlicher Weise durch die jetzt festgenommen Täter durchgeführt wurden, dauern an.