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stellv. Kommandeur der GSG 9 auf dem Europäischen Polizeikongress | Foto: © sek-einsatz.de
stellv. Kommandeur der GSG 9 auf dem Europäischen Polizeikongress | Foto: © sek-einsatz.de
[dropcap color=“#1e73be“ font=“0″]S[/dropcap]t. Augustin | Bedauern bei der Spezialeinheit GSG 9 der Bundespolizei. Wie das Nachrichtenmagazin FOCUS aus einer zuverlässigen Quelle aus dem Bundesinnenministerium erfahren haben will, soll der Kommandeur der GSG 9 Olaf Lindner die Einheit zum 01. August verlassen. Lindner soll der Nachfolger von Heinz-Werner Aping und damit Leiter der Sicherungsgruppe (SG) des Bundeskriminalamts (BKA) werden.

Abteilung Sicherungsgruppe (SG)

Die Abteilung Sicherungsgruppe (SG) ist u.a. für den Personenschutz des Bundespräsidenten, Mitglieder des Bundestages und Bundesrates, des Bundesverfassungsgerichts und der Bundesregierung sowie – in besonderen Fällen – ihrer ausländischen Gäste als auch den Innenschutz der Dienst- und Wohnsitze sowie Aufenthaltsräume des Bundespräsidenten, der Mitglieder der Bundesregierung und ihrer ausländischen Gäste. Nicht nur der Personenschutz ist Aufgabe der SG, sondern auch die Gewährleistung eines „sicheren“ Raumes als Ausdruck professionellen Personenschutzes. Dieses erfordert eine breite Palette ineinandergreifender unterschiedlicher Maßnahmen, wie das BKA erklärt.
Zum Einsatz kommen dabei modernste technische Mittel wie z.B. spezielle Kommunikations- und Nachrichtentechnik, waffentechnische Ausrüstung oder sondergeschützte Fahrzeuge.

Das gerade der langjährige Kommandeur Olaf Lindner – seit 2005 Leiter der GSG 9 – für diese Aufgabe gewählt wurde, dürfte da nahe liegen. Rund 500  Spezialbeamte sind bei der SG im Einsatz und schützen ebenfalls ausländische Staatsgäste. In Krisengebieten werden die speziell ausgebildeten und ausgestatteten Personenschutzkommandos eingesetzt.

Nachfolger stellv. Kommandeur Reimund Gans?

Der 48-Jährige ausgebildete Spezialtaucher und Kampfschwimmer Olaf Lindner wurde am 10. November 2005 vom damaligen Bundesinnenminister Otto Schilly zum Leiter der GSG der Bundespolizei ernannt. Zuvor war Lindner fünf Jahre der stellvertretende Kommandeur der Spezialeinheit und baute im Jahr 2010 die Polizeiausbildung in Afghanistan mit auf, bevor er Friedrich Eichele ablöste.

Ob der aktuelle stellv. Kommandeur der Elitegruppe GSG 9 Reimund Gans nun der Nachfolger von Lindner wird, ist derzeit nicht bestätigt. Auch Gans ist seit vielen Jahren in der GSG 9 tätig und vom Team geschätzt.
Auch die Frage ob Gans nun der Vorsitzende des ATLAS Verbundes wird – der Leiter der GSG 9 wurde im Oktober 2012 für vier Jahre zum Vorsitzenden des ATLAS Verbundes gewählt – dürfte zu klären sein.

Weitere Informationen zum ATLAS Verbund finden Sie hier:

[blog style=“def“ display=“tag“ tag=“atlas“ posts_per_page=“1″ pagination=“no“] Nachwuchs gesucht: Der Weg zur GSG 9

Wer eine Ausbildung des mittleren oder gehobenen Polizeivollzugsdienstes – entweder bei der Bundespolizei, Landespolizei oder dem Bundeskriminalamt – erfolgreich absolviert hat, das 32. Lebensjahr bis zum möglichen Beginn der Basis- und Spezialausbildung noch nicht vollendet hat, keine Sehhilfe benötigt und gesundheitlich geeignet ist, kann sich bei der GSG9 bewerben. Es folgt ein viertägiges Eignungsauswahlverfahren. Bei psychischer und physischer Eignung sowie bestandener Schießprüfung beginnt zeitnah die Basis- und Spezialausbildung.

Nach erfolgreichem Abschluss dieser zehnmonatigen dritten Phase erhält der Aspirant das Tätigkeitsabzeichen. In einer der Einsatzeinheiten erfolgt dann die Qualifizierung zum Präzisionsschützen, Taucher oder Fallschirmspringer.

Informationen zum Eignungsauswahlverfahren (EAV) gibt es hier.