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Potsdam | Nach dem verheerenden Amoklauf eines 18-Jährigen am 22. Juli 2016 – wir berichteten – mit zehn Toten und zahlreichen Verletzten, berichtete der Spiegel in seiner Onlineausgabe vom gestrigen Freitag, dass es nach eigenen Informationen „zu einer bedenklichen Panne bei der Bundespolizei kam“. Zitat: „Spezialkräfte waren nicht einsetzbar – Hubschrauber fehlte„.

In dem Artikel schreibt der Spiegel, dass Einsatzkräfte der BFE+ nicht nach München verlagert werden konnten, da kein Hubschrauber zur Verfügung statt.

Diese Behauptung ist nach Angaben der Bundespolizei falsch:

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„In Bereitschaft befindliche Teileinheiten der GSG 9 der Bundespolizei unterstützten am 22. Juli 2016 auf Anforderung des bayerischen Staatsministeriums des Innern die Landespolizei des Freistaates in München bei der Bewältigung der Amoklage. Zu diesem Zweck sind sie luftverlastet mit Hubschraubern der Bundespolizei nach München verlegt worden.

Weitere Spezialeinsatzkräfte der GSG 9 sind darüber hinaus am Abend vorsorglich in Bereitschaft versetzt und im Heimatstandort zusammen gezogen worden, um für eventuelle parallele Gefahrenlagen in München oder an anderen Orten einsatzbereit mobil und luftverlastet zur Verfügung zu stehen.

BFE+ ebenfalls in Bereitschaft

Auch die Kräfte der BFE’n + der Bundespolizeiabteilungen in Sankt Augustin und Blumberg sind zusätzlich in ihren Standorten in Bereitschaft versetzt worden, aber ebenfalls aus den gleichen einsatztaktischen Erwägungen an ihren Standorten verblieben, um erforderlichenfalls lageabhängig bundesweit mobil und luftverlastet eingesetzt zu werden.

Im Ergebnis sind die zusätzlich in der Nacht vorgehaltenen Kräfte, für die ausreichend Luft- und Landtransportkapazität zur Verfügung gestanden hätte, zur Lagelösung in München und an anderen Orten nicht mehr benötigt worden.“

LESEN SIE HIER: Das ist die BFE+ und das sagt der Kommandeur der GSG 9 zur BFE+

2.300 Kräfte waren im Einsatz

Nach Angaben von Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä waren insgesamt 2.300 Kräfte im Einsatz. Darunter Spezialeinsatzkommandos (SEK) aus Bayern, Hessen und Baden-Württemberg, Kräfte der GSG 9 der Bundespolizei sowie Beamte des EKO Cobra aus Österreich. Darüber hinaus wurden weitere Polizeikräfte in die bayerische Landeshauptstadt verlagert.