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Düsseldorf | Das Angehörige der Spezialeinheiten nicht wegen ihres Gehaltes in den Dienststellen der LKA’s arbeiten, dürfte mittlerweile bekannt sein. Vielmehr ist es der Idealismus, das Teamwork und Glaube an das Gute was Polizisten dazu bewegt, im Spezialeinsatzkommando (SEK) oder Mobilen Einsatzsatzkommando (MEK) tätig zu sein. Nach rund 21 Jahren gibt es für die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Spezialeinheiten NRW nun eine „Gehaltserhöhung“.

Die sogenannte Erschwerniszulage erhöht sich erstmals seit 1995 von 153,93 € auf 300,00 Euro BRUTTO. Damit sind die SE-Angehörigen NRW’s im Bundesvergleich zwar Nahe an der Zulage der Spezialeinheiten des Bundes, GSG 9 der Bundespolizei oder der ZUZ (Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll) des Zolls mit ca. 400 Euro, jedoch spiegelt es nicht den Arbeits- und Trainingsumfang wieder. Auch die erhöhten Versicherungsbeiträge werden kaum gedeckt durch die Zulage. Hinzu kommen stundenlange Nacht- und Wochenendeinsätze, die jede Partnerschaft auf eine harte Probe stellen.

Erschwerniszulagen wurden Mitgliedern der Spezialeinsatzkommandos (SEK) und Mobilen Einsatzkommandos (MEK) der Länderpolizeien erstmals 1979 gezahlt. „Mitglieder der Spezialeinheiten gehen hohe Risiken ein, um uns zu schützen. Trainingsaufwand und -umfang sind für sie immens. Das galt damals. Und das gilt ganz besonders heute“, sagte Jäger.

„Die Erhöhung zeigt die Wertschätzung, die das Land für die Arbeit dieser Spezialisten hat“, erläuterte NRW Innenminister Ralf Jäger (SPD) heute in Düsseldorf.

871 Einsätze der Spezialeinheiten in 2015

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Wie ein Sprecher des Innenministeriums Nordrhein-Westfalens auf Anfrage von SEK-Einsatz.de mitteilte, kamen die Spezialeinheiten des Landes NRW im vergangenen Jahr insgesamt 871 Mal zum Einsatz. „Ob Bedrohungslagen, polizeiliche Unterstützungsmaßnahmen oder Festnahmen von Gewalttätern, wir sind stolz und froh, auf unsere Spezialeinheiten des Landes zurück greifen zu können“, heißt es aus dem MIK NRW.

Der Innenminister betonte: „Die Spezialeinheiten der NRW-Polizei müssen auch finanziell attraktiv bleiben. Wir wollen, dass sich noch mehr Beamte des Wachdienstes für die Spezialeinheiten bewerben. Das muss sich auch finanziell lohnen“, so Jäger.

Wer ins Kommando wegen des finanziellen Aspektes kommen möchte, der hat die Spezialeinheiten und auch die polizeiliche Arbeit nicht verstanden. Möglicherweise ist dieser Kandidat besser in der Politik aufgehoben„, so ein SE-Angehöriger.

Zum Vergleich: Die Spezialeinheiten der Polizei Berlin, die im Jahr 2015 mit 1.985 Einsätzen im Bundesvergleich am meisten gefordert wurden, erhalten ebenfalls seit den 90er Jahren eine Erschwerniszulage von rund 153 Euro. Eine Anpassung wie in NRW ist derzeit nicht geplant.