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Berlin | Einsatzkräfte des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg und der Polizei Berlin stellten am Mittwochvormittag 2,5 Millionen Schmuggelzigaretten sicher und nahmen sieben Tatverdächtige vorläufig fest. „Bei den sich anschließenden Durchsuchungen von Wohnräumen und Fahrzeugen fanden die Beamten Falschgeld, Waffen und gefälschte Personaldokumente“, teilte Zoll-Pressesprecherin Claudia Bandelow heute in Berlin mit.

Das ist die bislang größte Sicherstellungsmenge der Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Zigaretten (GEZig) und Ausdruck der effektiven Zusammenarbeit von Zoll und Polizei„, so Regierungsdirektor Pampel-Jabrane, Leiter des Zollfahndungsamtes Berlin-Brandenburg.

Ausgangspunkt der unter Leitung der Staatsanwaltschaft Berlin geführten Ermittlungen war ein Hinweis der litauischen Kriminalpolizei auf den bevorstehenden Einfuhrschmuggel einer größeren Menge unverzollter und unversteuerter Zigaretten aus Ungarn nach Deutschland.

2,5 Millionen Zigaretten sichergestellt

sichergestellte Kartons mit Schmuggelzigaretten | Foto: © Zoll ZFA Berlin
sichergestellte Kartons mit Schmuggelzigaretten | Foto: © Zoll ZFA Berlin

Mit Unterstützung von Spezialeinheiten der Polizei Berlin gelang es den Fahndern, vier Tatverdächtige bei der Entladung eines Lastzuges mit ungarischen Kennzeichen vorläufig festzunehmen. Zwei weitere Beschuldigte erschienen kurz darauf vor Ort und wurden ebenfalls vorläufig festgenommen. Einer der Männer trug ein Messer griffbereit bei sich. Auf dem Lkw befanden sich 2,5 Millionen Zigaretten mit ukrainischen Steuerbanderolen, die hinter einer Tarnladung aus Dutzenden von Holzpaletten gut versteckt waren.

Bei den sich anschließenden Durchsuchungen fanden die Beamten zwei scharfe Schusswaffen, eine davon geladen, und nahmen eine Person vorläufig fest. Darüber hinaus stellten die Fahnder circa 150.000 Euro Bargeld, bei dem es sich offensichtlich um Falschgeld handelt, zahlreiche Handys und zwei Fahrzeuge sicher.

Gegen die sieben Männer im Alter von 25 bis 43 Jahren ergingen am gestrigen Donnerstag Haftbefehle. Der vorläufig ermittelte Steuerschaden beläuft sich auf etwa 575.000 Euro. Die Ermittlungen des ZFA dauern an.