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Magdeburg / Wittenberge | – Ermittler des Zollfahndungsamts Hannover, Dienstsitz Magdeburg, haben am 29.06.2016 im Landkreis Wittenberg bei der Durchsuchung eines Wohnhauses Schusswaffen und mehr als 500 Schuss Munition sichergestellt.

Die Zollfahnder kamen einem 39-jährigen Dessauer auf die Spur, nachdem am Flughafen in Frankfurt/Main bei der Zollkontrolle eines Postpakets aus Norwegen Waffenteile (zwei Schalldämpfer) gefunden wurden. Zur Verschleierung des tatsächlichen Inhalts hatte der private Absender in der Zollinhaltserklärung „Metallformteile – Wert 100 Euro“ vermerkt.

Die daraufhin eingeleiteten Ermittlungen ergaben, dass der Empfänger – ein in Dessau geborener Dachdecker, der jetzt in der Schweiz lebt – zuvor bereits mehrere derartige Pakete erhalten hatte. Als Zustelladresse hatte er immer seine frühere Wohnanschrift im Haus seiner in Rente befindlichen Eltern genutzt.

Bei der Durchsuchung des Elternhauses entdeckten die Fahnder in einem Kellerwohnraum und auf dem Dachboden eine Maschinenpistole, eine Selbstladebüchse, einen Artilleriegranaten-Zünder und 527 Schuss Munition verschiedener Kaliber.

Thomas Schüre, Pressesprecher des Zollfahndungsamts Hannover:

Bei der Maschinenpistole und dem Artilleriezünder handelt es sich nach dem deutschen Waffenrecht um Kriegswaffen, deren Besitz Privatleuten ausnahmslos verboten ist.

Für die anderen Waffen, Waffenteile und die Munition ist eine waffenrechtliche Erlaubnis erforderlich, die der Beschuldigte jedoch nicht besitzt.

Er muss sich daher auf eine empfindlichen Strafe und die gerichtliche Einziehung der Gegenstände einstellen.