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Hamburg | Bereits seit mehreren Wochen ermittelt das Zollfahndungsamt Hamburg im Auftrag der Hamburger Staatsanwaltschaft gegen eine deutsch-niederländische Tätergruppierung wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz. So soll die Gruppe Rauschgift in großen Mengen aus den Niederlanden nach Deutschland einschmuggeln, um dieses dann in Hamburg an verschieden Abnehmer zu verteilen.

ZUZ vollstreckt Haftbefehl

Am 15. Juni bewegte sich ein vermutliches Schmuggelfahrzeug aus den Niederlanden Richtung Hamburg und konnte dann im Bereich Bahrenfeld durch eine Spezialeinheit des Zolls aufgestoppt werden. Der Fahrer wurde festgenommen. In zeitlichem Abstand folgte ein weiteres niederländisches Fahrzeug mit vier Insassen, darunter auch der Hauptorganisator des Schmuggels. Auch diese Personen, sowie im weiteren Verlauf der Hamburger Statthalter der Gruppierung wurden festgenommen.

Röntgentechnik des Zolls enttarnt Versteck

Insgesamt wurden mit Hilfe der Containerprüfanlage des Zolls in Hamburg-Waltershof, durch die das Schmuggelfahrzeug geröntgt wurde, etwa 15 Kilo Amphetamin, zwei Kilo Kokain und zwei Kilo Marihuana festgestellt. Das Rauschgift war in der Rückbank des Fahrzeugs aufwändig verbaut. Ein spezieller Mechanismus sicherte das Versteck. Die moderne Röntgentechnik des Zolls enttarnte aber auch dieses Versteck. Alle sechs Personen wurden am Folgetag dem Haftrichter vorgeführt. Gegen zwei von ihnen erließ das Amtsgericht Hamburg Haftbefehl. Sie sitzen seither in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen gegen einen weiteren Hauptorganisator des Rauschgiftgeschäfts führte der Zoll fort. Der Täter wurde gestern durch die Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll (ZUZ) des Zollkriminalamtes in Hamburg verhaftet. Die Spezialeinheit vollstreckte den Haftbefehl am Abend in Hamburg-Eidelstedt.

Die weiteren Ermittlungen des Zollfahndungsamtes Hamburg dauern an.

Das Rauschgift hat einen Schwarzmarktwert von mindestens 365.000 Euro.