KHS Tactical WatchesTestberichte

Testbericht KHS Einsatzuhr Sentinel

Bereits Mitte März erweiterte KHS TACTICAL WATCHES die Modellserie SENTINEL um einen Chronographen den: SENTINEL AC (Analogue Chronograph).

So kann der Käufer neben der Variante „DC“ (Digital Compass) und „A“ (Analogue) nun aus drei niedrigpreisigen Einsatzmodellen wählen, wobei bei einigen Varianten zudem verschiedene Armbänder in den Farben schwarz, olive und beige zur Verfügung stehen und so eine enorme Auswahl zur Verfügung steht.

Wir hatten die Möglichkeit drei der SENITNEL Uhrenmodelle in einem dreimonatigen Dauertest ausführlich unter die Lupe zu nehmen und in der Praxis ausgiebig zu testen. Dabei waren wir überrascht wie robust die drei Leichgewichte sind, dank des kohlenstofffaserverstärktem Polycarbonat Gehäuse. Ob bei Kälte oder der extremen Hitze in der Wüste Dubais, unsere Testkandidaten funktionierten stets zuverlässig und präzise. Ob sie mit den höherpreisigen KHS Einsatzuhren mithalten können, erfahrt Ihr in diesem Test. Doch der Reihe nach.

Folgende Uhren der SENITNEL Reihe standen zur Vefügung

Trotz direkter Sonneneinstrahlung perfekt ablesbares Zifferblatt | Foto: SEK-Einsatz.de

Im Überblick:

        • Kohlenstofffaserverstärktes Polykarbonatgehäuse
        • KHS-EAGLE Kunststoffarmband
        • Kunststoffglas
        • Wasserdichtigkeit bis 10 Bar
        • Quarzuhrwerk mit Datumsanzeige
        • Gehäuseboden aus Edelstahl
        • C1-Leuchtfarbe
        • Schockresistenz NIHS 91-10
        • roter Sekundenzeiger für taktische sekundengenaue Einsätze
  • Kohlenstofffaserverstärktes Polykarbonatgehäuse
  • Kunststoffglas
  • Wasserdichtigkeit bis 10 Bar
  • Digital-Quarzuhrwerk mit Digitalkompass- und KHS-Freelight-Funktion
  • Chronograph / Stoppuhr-Funktion (CHR) mit Zwischenzeiten (RCL)
  • Gehäuseboden aus Edelstahl
  • Blaue EL-Hintergrundbeleuchtung
  • Kohlenstofffaserverstärktes Polykarbonatgehäuse
  • extralanges KHS-Natoband
  • Kunststoffglas
  • Analogue Chronograph
  • Wasserdichtigkeit bis 10 Bar
  • Krone mit Doppel O-Ring
  • Quarzuhrwerk mit Datumsanzeige
  • Gehäuseboden aus Edelstahl
  • C1-Leuchtfarbe

 

DER HERSTELLER

Mittlerweile dürfte das Unternehmen KHS TACTICAL WATCHES – der führende deutsche Hersteller für taktische und präzise Einsatzuhren – den meisten unserer Leser bekannt sein. Für die jenigen, denen der legendäre „KHS Adler“ noch nicht bekannt ist, hier das Wichtigste in Kürze:
Die meisten analogen KHS Uhren sind mit einem Schweizer Präzisionsuhrwerk versehen sowie aus hochwertigsten Materialien gefertigt. Dadurch sind die Einsatzuhren besonders unempfindlich gegen Staub, Wasser und Erschütterungen und der ideale Begleiter im täglichen Einsatz.
Nicht nur bei der Polizei und deren Spezialeinheiten, sondern auch weltweit bei Armeen, Sicherheitsdiensten, Outdoor-Begeisterten, Feuerwehren und Rettungsdiensten sowie Piloten erfreuen sich die KHS Uhren großer Beliebtheit.

Der legendäre „KHS Adler“ ist das markante Zeichen einer jeden echten KHS Uhr.

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Die KHS SENTINEL im Praxistest

Grundlegendes

KHS-Sentinel-Sekundenzeiger
Perfekt abgestimmtes Uhrwerk – Der Sekundenzeiger arbeitet präzise wie unsere Zeitrafferaufnahme zeigt. | vergrößern klicken – Foto: SEK-Einsatz.de

Sentinel A Black | Rubber Black: Neben den klassischen Tugenden, wie Robustheit und Zuverlässigkeit, besticht die SENTINEL Einsatzuhr von KHS mit einem auffällig ansprechenden Äußeren und dem Blick auf das Wesentliche. Das aus kohlenstofffaserverstärktem Polycarbonat gefertigte Gehäuse, welches eine enorme Robustheit und durch das ultraleichte Gewicht von rund 57 Gramm einen enorm hohen Tragekomfort bietet, ist passgenau an das Polycarbonatarmband mit KHS-EAGLE Logo-Aufdruck angearbeitet und schafft eine nahtlose Optik. Nach nur wenigen Minuten spürt man die Uhr beim Tragen kaum.

Mit einer Länge von rund 20cm kann das starre Gummiarmband evtl. für den ein oder anderen sehr stark trainierten Arm nicht den optimalen Tragekomfort gewährleisten. Hier kann man natürlich mit einem der drei verfügbaren KHS Natobänder (schwarz, olive oder tan) Abhilfe schaffen und seine Uhr gleich optisch aufwerten. Auch nach Wochen bleibt das Armband starr, so dass die Uhr nicht flach auf den Tisch gelegt werden kann, sondern nur seitlich. Jedoch spricht die Starrheit für die robuste Polycarbonatmischung des Armbandes, um die Uhr bei einem ungewollten „hängen bleiben“ oder Versuch des Abreißens nicht zu verlieren.

Das mattschwarze Zifferblatt mit seien klaren Stunden-Ziffern und Minutenunterteilung lässt sich dank der drei Zeiger (Stunde, Minute, Sekunde) perfekt ablesen. Für taktisch genaue Zeitmessungen kommt, wie bei KHS gewohnt, der rote Sekundenzeiger zum Einsatz. Um auch bei Nachteinsätzen die Uhrzeit im Blick zu haben, ist die KHS SENTINEL A mit der bewährten C1 Leuchtfarbe auf Stunden- und Minutenzeiger ausgerüstet. Hier wäre für die Zukunft wünschenswert, wenn auch der Sekundenzeiger einen Leuchtpunkt erhalten würde. Die Aufladung der C1 Leuchtfarbe erfolgt am Tag durch die Sonneneinstrahlung und war selbst bei Tageslicht deutlich zu erkennen, oder in den Abendstunden mittels Taschenlampe. Etwas ungewohnt im Gegensatz zu anderen KHS Einsatzuhren ist die Einstellweise der Datumsanzeige. Wird sonst die Krone nach „oben“ (rechtsrum) gedreht, ist es bei der SENTINEL A genau entgegengesetzt.

 

Die Kompassfunktion der DC arbeitet schnell und genau. | Foto: SEK-Einsatz.de
Die Kompassfunktion der DC arbeitet schnell und genau. | vergrößern klicken – Foto: SEK-Einsatz.de

KHS SENTINEL DC TAN | Natoband TAN: Mit deutlich mehr Funktionen – Uhrzeit/Datum, Alarm, Kompass, Chronograph, Timer und Zwichenzeiten – kam unser Testmodell SENTINEL DC in der Naturfarbe TAN – „gebräunt“ daher. Passend mit extralangem TAN-Natoarmband. Das digitale Zeitsystem kann Dank seiner Dualtimerfunktion mit der Ortszeit als auch einer zweiten Zeitzone (Fremdzeit) eingestellt werden. Diese kann im „Time-Modus“ mit einem Druck auf den roten Knopf hin- und her geschaltet werden. Ebenfalls mit an Bord der DC ist der digitale Kompass. In unserem Test arbeitete dieser nach der ersten Kalibrierung zuverlässig und genau. Um die Batterie der SENTINEL zu schonen, schaltet sich der Kompass nach rund 30 Sekunden aus, kann jedoch mit einem Druck auf den bereits bekannten roten Drücker wieder aktiviert werden. Dabei störte uns im Test jedoch das standartmäßig eingeschaltete „digitale-Piepen“ beim Drücken der Knöpfe. Dieses lässt sich einfach deaktivieren. Nach den Einstellungen für die Zeit und das Datum kommt man im Menü zu „CHIME“. Dort kann zudem das Stundensignal an oder ausgeschaltet werden.

Ein echtes Plus und besonders positiv fiel das digitale Ziffernblatt auf. Gerade bei starker Sonneneinstrahlung in der Wüste, konnten sämtliche Daten von der Uhr perfekt abgelesen werden. Somit ist die ebenfalls aus Polycarbonat gefertigte Uhr ideal für den Auslandseinsatz nicht nur in der Wüste. Abgerundet wird die SENTINEL DC mit einer Chronographen-, Alarm-, sowie Stoppuhrfunktion und der blauen EL-Hintergrundbeleuchtung für die Nacht. Dabei wurde die KHS-Freelight-Funktion verwendet, die es erlaubt, die Hintergrundbeleuchtung durch Druck auf jeden der vier Drücker zu aktivieren.

 

Die neue KHS SENTINEL AC | vergrößern klicken - Foto: SEK-Einsatz.de
Die neue KHS SENTINEL AC | vergrößern klicken – Foto: SEK-Einsatz.de

KHS SENTINEL AC BLACK | Natoband OLIVE: Der Analog-Chronograph erweitert seit kurzem die KHS SENTINEL Modellreihe. Der Chronograph verfügt über insgesamt sechs Zeiger – Stunde, Minute, Zentrum-Stoppsekunde, Chronograph 1/10 Sekundenzähler, Chronograph-Minutenzähler sowie dem Chronograph-Sekundenzähler. Mit einem Druck auf den unteren Drücker können die drei Chronographen Zeiger in ihre Nullposition gebracht werden. Mit dem bekannten Roten beginnt die Zeitmessung. Dank der gut ablesbaren Tachymeterskala und den roten Chronographen Zeigern, könnte ähnlich wie beim KHS PLATOON LDR Chronograph, auch hier ein Geschwindigkeitsmessgerät der Polizei Konkurrenz bekommen. Mit der Tachymeterskala kann die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs sehr leicht bestimmt werden, indem man die Zeit für eine bekannte Strecke (z. B. 1 km) auf der Tachymeterskala misst.

Das Uhrwerk arbeitet in KHS gewohnter Qualität präzise und genau. Die auch in der SENTINEL AC verwendete C1 Leuchtfarbe ist zufriedenstellend und ausreichend. Manko auch hier keine Beleuchtung des Sekundenzeigers. Mit nur 53 Gramm ist AC sogar noch vier Gramm leichter als die anderen SENTINEL-Varianten. Der Edelstahl Gehäuseboden ist mit dem schlagfesten Polycarbonat Gehäuse verschraubt und Schockresistenz nach NIHS 91-10. Egal ob kalt oder warm, der neue KHS SENITNEL Analog Chronograph arbeitet bei 0-50° stets zuverlässig.

DER DREI-MONATE HÄRTETEST

Unsere Testkandidaten mussten in der Wüste Dubais zeigen was sie können | Foto: © SEK-Einsatz.de
Unsere Testkandidaten mussten in der Wüste Dubais zeigen was sie können | Foto: © SEK-Einsatz.de

Auch in diesem Test wurden die KHS Einsatzuhren dem rauen Dienstalltag sowie sogar der arabischen heißen Wüste Dubais und dem Persischen Golf ausgesetzt. Tolle Fotos und Texte sind das Eine, der Praxistest das Andere, so sagt man. Und hier zeigte sich sofort, bei der KHS SENTINEL Modellreihe stimmt Beides. Geliefert werden die Einsatzuhren in einem durchgestylten schwarzen Karton mit „KHS-EAGLE“ drauf. Da der Umweltschutz und die Ressourcenschonung bei KHS bedeutende Themen sind, wird auf die gedruckte Bedienungsanleitung verzichtet. Auf der Herstellerseite kann diese jedoch kostenfrei mit einem Klick in PDF Form herruntergeladen werden.

Bei den Varianten A und AC war keine Einstellung der richtigen Uhrzeit notwendig, da diese von Werk aus gleich korrekt auf MEZ eingestellt waren. Lediglich bei der DC Variante ist es notwendig den Kompass zu kalibrieren und auf die jeweilige Stadt / Deklinationswinkel einzustellen. Dieses wird im Übrigen auch empfohlen, wenn die Uhr starken elektromagnetischen Feldern ausgesetzt war. In unserem Test dauerte die Kalbrierung dank der verständlichen Erklärung des Herstellers ca. 2 Minuten.

Anschließend hieß es die drei Uhren im Team zum Test aufteilen. Los ging es mit einem Funktions- und Bedienbarkeitstest. Jeder der Teilnehmer kam schnell und sogar ohne Bedienungsanleitung mit seinem Testmodell zurecht. Ob mit schwitzigen Fingern oder mit Einsatzhandschuhen durch die griffoptimierte Krone und Drückern, ließen sich alle Modelle optimal bedienen. Das Kunststoffband der Sentinel-Modellserie dürfte allerdings etwas länger sein. Für „normale“ Arme reicht es aus, für den ein oder anderen sehr stark trainierten Arm könnte es allerdings knapp werden. Hier empfiehlt sich im Einzelfall ein Probetragen oder man greift direkt zum KHS Natoband mit 10 Euro Aufpreis, welches auf eine individuelle Länge gekürzt werden kann.

Nach vier Wochen Praxistest im Tag- und Wechseldienst, hieß es erstes Fazit ziehen und Wechsel der Uhren innerhalb des Teams. Alle drei SENTINEL Modelle funktionierten trotz so mancher Anstöße an Wänden und Mauern, Überwältigungen des polizeilichen Gegenübers oder Trainings einwandfrei und zuverlässig. Armbänder und Gläser wiesen so gut wie kaum Gebrauchsspuren auf.

Daniel (POK) im Wach- und Wechseldienst teste zu erst die KHS SENTINEL AC mit Rubber Armband:

Im Gesamtbild macht die Uhr einen soliden und optisch tollen Eindruck. Durch ihr geringes Gewicht spürte ich die Uhr im Einsatz kaum am Arm. Gestört hat mich das für mich zu kurze Plastikarmband, so dass ich lieber ein Natoarmband wählen würde.

Pete (PK) tätig bei einer Spezialeinheit:

Die Senitnel als Chronograph Version gefällt mir gut für das tägliche Training. Wenn die mal kaputt geht, sind 150 Euro schneller ersetzbar, als 550 Euro meiner Commander. Mit den taktischen roten Zeigern der AC lassen sich genaue Zeitmessungen vornehmen. Für den „richtigen“ Einsatz, würde ich lieber auf meine hochwertige Commander Titan Pro Einsatzuhr zurückgreifen und  je nach Einsatzbedarf eine solidere KHS-Uhr wählen. Die Sentinel Reihe ist eindeutig eine Einstiegsmöglichkeit bei KHS.

Chris (POM) tätig bei einer Spezialeinheit:

Ich habe die KHS mit ihrer TAN Optik getestet und muss sagen, eine extrem leichte und robuste Uhr für den Einsatz. In unseren Breitengraden in der Farbe nicht zwingend nötig, mich begeisterten aber die präzise Kompass- und die zwei Zeitzonenfunktion.

Dann hieß es Wechsel, Uhren und Ausrüstung einpacken, Zollformalitäten klären und ab in die Wüste Dubais und Abu Dhabis zum vermeintlichen „Uhrlaub“. In der Wüste angekommen, mussten unsere drei Testmodelle dann zeigen, was sie wirklich können. Gibt der Hersteller doch eine Betriebstemperatur von 0-50° an. Im Durschnitt hatten wir vor Ort eine Temperatur von 41° im Schatten und unsere „Neulinge“ kamen trotz der Hitze nicht ins Schwitzen. Alle drei Uhren funktionierten anstandslos. Bei den analogen Modellen wünschen wir uns zwar für den Nachteinsatz eine längere Leuchtleistung der C1-Leuchtfarbe, aber gerade in der sonnigen Wüste gefiel uns die KHS Sentinel DC mit Ihrem kontrastreichen Digitaldisplay bei Tag, wie bei Nacht, welches immer ein schnelles Ablesen zuließ. Bei der A und AC Variante, hielt die C1 Leuchtfarbe bei Aufladung mit einer Taschenlampe etwa 30-60 Minuten an, welches ein gutes Ergebnis ist. Wer eine uneingeschränkte Leuchtkraft bei Nacht haben möchte, der sollte auf eine KHS-Uhr mit H3-Trigalights zurück greifen.

Weitere Pluspunkte sammeln die drei „Robusten“ bei der Beschaffenheit des Gehäuses. Das aus Polycarbonat gefertigte Gehäuse bietet auch Schlägen und extremen Vibrationen stand. Punktabzug hier: In der Wüste sammelten sich Sandkörner und Schweiß zwischen verschraubten Boden und Gehäuserändern. Diese ließen sich jedoch unter fließendem Wasser restlos entfernen. Wo wir bei der Wasserempfindlichkeit wären, keines unserer Modelle hatte Probleme mit dem Schwimmen im Salzwasser des Persischen Golfes. Auch gab es keine unschönen Salzwasserrückstände.

Unsere drei Testmodelle am Persischen Golf | Foto: SEK-Einsatz.de
Unsere drei Testmodelle am Persischen Golf | Foto: SEK-Einsatz.de

FAZIT

Selbst nach dreimonatigen Testbetrieb wirken alle Exemplare wie neu. Kaum bis keine Kratzer auf dem Glas, nach wie vor präzises funktionierdens Uhrwerk und spitzen Armbänder. Somit ist die KHS SENTINEL in seinen vielfältigen Farb- und Modelvariationen eine günstige Einstiegsmöglichkeit in die Welt einer taktischen, gut durchdachten Einsatzuhr. Im Gegensatz zu anderen Herstellern mit einem Top Preis-Leistungsverhältniss ab gerade einmal 109 €. Wer ewtas noch anspruchsvolleres sucht, dem empfehlen wir z. B. eine KHS PLATOON LDR – zum Testbericht geht es HIER.

Fazit:
Ultra-Leichtgewicht trifft auf Robustheit einer KHS Einsatzuhr zum günstigen Einstiegspreis, in vielen Gehäuse- und Armbandfarbvariationen, sogar mit Kompass- oder Chronographfunktion.
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