Aktuelle Fahndungen

Fahndungsaufruf mit Phantombild: Tötungsdelikt an 27-jähriger Joggerin

Freiburg | Nach wie vor arbeitet die Sonderkommission Erle intensiv an der Aufklärung des Gewaltverbrechens an einer 27-jährigen Joggerin aus Endingen (Bayern). Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit steht dieses Verbrechen im Zusammenhang mit einem Tötungsdelikt an einer Studentin im österreichischen Kufstein in der Nacht zum 12. Januar 2014, so die Polizei. Deutsche und österreichische Ermittlungsbehörden stehen weiterhin im engen Kontakt – einen konkreten Tatverdacht gibt es bislang allerdings nicht.

Die Ermittler im Fall der am 6.November 2016 getöteten Frau aus Endingen richten sich nun mit einem Phantombild an die Öffentlichkeit, das auf Wahrnehmungen einer Zeugin erstellt wurde. Diese bislang unbekannte Person wurde am Nachmittag des 6. November 2016 auf dem Verbindungsweg zwischen Endingen und Bahlingen gesehen.

Polizei und Staatsanwaltschaft erhoffen sich mit der Veröffentlichung des Phantombildes weitere Hinweise aus der Bevölkerung und fragen:

  • Wer kennt die abgebildete Person, oder wer kann Hinweise zu deren Identifizierung geben?
  • Die Person soll männlich, etwa 50 bis 55 Jahre alt und ca. 175 bis 180 cm groß sein.
Phantombild des Gesuchten | LKA Bayern

Entsprechende Mitteilungen bitte an die Sonderkommission Erle unter der Telefonnummer 07641/582-114.

3300 Spuren und Hinweise – Soko “Erle” arbeitet weiterhin auf Hochtouren

Die intensiven Ermittlungen zum Fall der getöteten 27-jährigen Joggerin aus Endingen dauern an. Die weiterhin 40-köpfige Sonderkommission (Soko) beim Kriminalkommissariat Emmendingen arbeitet seit vier Monaten jeweils sieben Tage die Woche. Bislang ergibt sich jedoch keine konkrete Spur zu einem Tatverdächtigen. Die Soko steht auch nach wie vor in engem Kontakt mit der Polizei in Kufstein/Österreich. Dort war am 12. Januar 2014 eine 20-jährige Fußgängerin nachts von einem Unbekannten angegriffen und mit einer Eisenstange erschlagen worden. Kriminaltechnische Abgleiche von täterbezogenen Spuren ergaben, dass die Taten in Endingen und in Kufstein mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von ein und demselben Täter verübt wurden. Bislang gelang es indessen noch nicht, den Spurenleger zu ermitteln.

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Die Beamten der “Soko Erle” gingen und gehen momentan über 3300 Spuren bzw. Hinweisen nach. Nach einer Pressemitteilung vom 26.Januar 2017 über den mutmaßlichen Zusammenhang mit der Tat in Kufstein kam es zu zahlreichen weiteren Hinweisen aus der Bevölkerung. Allein am darauffolgenden Wochenende gingen bei der Soko rund 400 neue Hinweise ein, die Gegenstand von Überprüfungen waren bzw. derzeit noch sind. Trotz der nunmehr vier Monate, die die Tat zurückliegt, gehen bei der Soko auch weiterhin Hinweise von Zeugen ein, die neue Ermittlungsansätze bieten.

Noch nicht abgeschlossen sind insbesondere auch die Auswertungen digitaler Spuren und sichergestellter Asservate. Diese Arbeit erweist sich als besonders zeitintensiv. Abgleiche mit anderen, ähnlich gelagerten Fällen im In- und Ausland erbrachten bislang keine neuen Erkenntnisse bzw. Hinweise auf mögliche Zusammenhänge.

Bis zu 28.500 Euro Belohnung

Die Beamtinnen und Beamten der Soko “Erle” arbeiten weiterhin mit hoher Motivation intensiv an dem Fall. Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat für Hinweise, die zur Ermittlung oder Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von 6.000 Euro ausgesetzt. Zusätzlich zur behördlichen Auslobung haben Privatpersonen bis zu 22.500 Euro als Belohnung ausgesetzt.

Nach wie vor werden aber Zeugen gesucht, die vor der Tat am 6. November 2016, am Tattag selbst oder danach, in den Weinbergen zwischen Endingen und Bahlingen unterwegs waren und dort Wahrnehmungen gemacht haben, diese aber noch nicht meldeten.

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