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Team SEK Köln heißt der Sieger des vom Polizeipräsidium Bielefeld ausgerichteten Vergleichswettkampfes der Spezialeinsatzkommandos, der vom 30.06. bis 03.07.2014 quer durch die ostwestfälische Region führte. Nach packenden Duellen der zehn Mannschaften aus Luxemburg, der Schweiz, Österreich, Bayern, Sachsen-Anhalt und NRW setzte sich das Kölner Team vor dem SEK Nürnberg und dem SEK Münster durch.

Platzierungen Top 3

1. SEK Köln
2. SEK Nürnberg
3. SEK Münster

In ihrer Begrüßungsrede versprach die Bielefelder Polizeipräsidentin, Dr. Katharina Giere, anspruchsvolle und regionaltypische Wettkampfstationen, bezweifelte aber, dass den Wettkämpfern viel Zeit für die landschaftliche Schönheit der Region OWL bleiben würde. Das bewahrheitete sich schon beim Auftaktwettkampf, der bei strömendem Regen von der Bundeswehrkaserne Augustdorf zum Hermannsdenkmal führte. Kein Wunder, dass bei dieser ersten Etappe die österreichische Einheit „Cobra“ und die Schweizer Einheit „Scorpion“ glänzen konnten, gab es hier doch anspruchsvolle Steigungsläufe am Berg zu absolvieren und den 15 Grad kalten Hasselbach-Stausee zu durchschwimmen. Kommentar eines österreichischen SEK-Mannes auf die Frage, ob das Wasser sehr kalt war: „Ganz angenehme Temperatur – unsere Bergseen sind kalt“.

Am zweiten Tag konnten sich die Wettkampfteams direkt miteinander messen. Hier standen athletische Disziplinen, gepaart mit kognitiven Anforderungen und Schießaufgaben im Vordergrund.

Vielseitigkeit war vor allem am Mittwoch in der Paderborner Schwimmoper gefragt. Tauchen, Schwimmen und Klettern bildeten eine gelungene Kombination, die die Wettkämpfer an ihre Leistungsgrenze führte.

Fotos: © Tomas Moll / Polizei

Im neuen Regionalen Trainingszentrum auf dem Gelände des Bildungszentrums „Erich Klausener“ in Stukenbrock galt es unter anderem eine simulierte Einsatzsituation zu bewältigen. Nach dem Erklettern eines Balkons und einer Wohnungsdurchsuchung musste eine „Geisel“ befreit und in Sicherheit gebracht werden. Erschwert wurde die Aktion noch durch das Erkennen und Entschärfen einer Sprengfalle.

Am Donnerstagnachmittag fand der Wettkampf schließlich bei Traumwetter seinen Abschluss. Auf dem Sportplatz des Bildungszentrums liefen die Teams unter dem Beifall zahlreicher Ehrengäste über die Ziellinie. Bei einem Wettkampf am Donnerstag waren während eines Sprungs aus einer Höhe jeweils zwei Wettkämpfer aus zwei Teams miteinander kollidiert. Durch den Zusammenstoß trugen alle vier Akteure Prellungen davon. Davon war ein Wettkämpfer mit seinen Verletzungen zur Beobachtung über Nacht in einem Krankenhaus verblieben. Er kann heute mit seinem Team nach Hause fahren.

Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere, der Inspekteur der Polizei, Dieter Wehe, wie auch der Leiter der ausrichtenden Spezialeinheiten Bielefeld, Polizeioberrat Michael Erdmann, fanden viele lobende Worte für die kreative Gestaltung der Wettkampfstationen und die beeindruckenden Leistungen der Akteure. Die Spezialeinheiten des Polizeipräsidiums Essen werden die Tradition fortführen und 2016 die nächste Vergleichsübung ausrichten.