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Neubrandenburg | Im einstigen Radisson-Hotel im Zentrum Neubrandenburgs haben sich in den vergangenen Tagen, am 5. und 6. April, ungewöhnliche Dinge zugetragen – zumindest aus der Perspektive eines Hotels, auch eines ehemaligen.

Im Inneren des Gebäudes sind an diesen beiden Tagen Schlösser „geknackt“ und Türen „aufgesprengt“ worden.

Doch dahinter steckten nicht etwa Straftäter auf Beutezug, sondern Spezialisten der Polizei bei einer Aus- und Fortbildungsmaßnahme der besonderen Art. Und das „Knacken“ und „Sprengen“ beschreibt nicht etwa ein wahlloses Vorgehen, sondern hochpräzise technische Abläufe. Techniker des Spezialeinsatzkommandos Mecklenburg-Vorpommern (SEK M-V) hatten hier dank Unterstützung der Eigentümer die Gelegenheit, sozusagen in einer Echt-Umgebung, das dem Ansatz nach abgestufte professionelle Öffnen von funktionierenden Türen und Schließsystemen zu trainieren.

Beispiel im Video: Libervit DOOR-RAIDER Hydraulic Breaching Equipment

Zwar handelt es sich dabei lediglich um eine kleine Facette des Leistungsspektrums dieser Spezialeinheit, zugleich aber auch um eine bedeutsame und anspruchsvolle, die im Einsatzfall regelmäßig viele weitere Maßnahmen flankiert.

Denn zu den Aufgaben des SEK M-V gehört es u. a., gefährliche Straftäter zu überwältigen und festzunehmen. Notwendig sein kann dies z.B. in Fahrzeugen – ob auf Straße oder Schiene, in Flugzeugen, auf Schiffen oder eben auch in Gebäuden. Ganz gleich, welche Situation man sich vorzustellen vermag, diese Spezialisten der Polizei müssen auf jede Einsatzlage vorbereitet sein. Neben dem Bedarf an entsprechenden Einsatzmitteln und -ausrüstung nimmt dabei die regelmäßige Aus- und Fortbildung der Beamten einen wichtigen Platz ein.

Da die Polizei selbst nicht über vergleichbar geeignete Übungsobjekte verfügt, werden Möglichkeiten dieser Art, wie sie sich hier durch die unkomplizierte und dankenswerte Unterstützung seitens der Achim Griese Treuhandgesellschaft mbH ergeben haben, gern genutzt.

Nicht unerwähnt bleiben sollte an dieser Stelle, dass neben den erforderlichen Vorbereitungs- und Abstimmungsmaßnahmen des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern mit dem Polizeipräsidium Neubrandenburg die SEK-Beamten vor Ort selbstverständlich in engem Kontakt mit der Polizeiinspektion Neubrandenburg standen, die in den relevanten Zeitfenstern für Fragen zum Geschehen eine unmittelbare Ansprechstelle am Objekt gewährleistete.