Bundespolizei-NewsZoll-News

Bundespolizei und Zoll gehen gegen Schleuser vor

Bad Bramstedt | Nach umfangreichen Ermittlungen erfolgte am Donnerstag ein Schlag gegen mutmaßlich gewerbsmäßige Schleuser. In den Morgenstunden führten rund 140 Beamte der Bundespolizei und des Zolls Durchsuchungsmaßnahmen gegen insgesamt acht Durchsuchungsobjekte nach erwirkten Durchsuchungsbeschlüssen durch. Im Zuge dieser Maßnahmen erfolgte auch die Vollstreckung eines Untersuchungshaftbefehls gegen einen der Hauptbeschuldigten und die Sicherstellung umfangreichen Beweismaterials.

Anzeige: Testtraining Polizei

Durch Bundespolizei und Zoll wurden zeitgleich Einsatzmaßnahmen in Wohnungen und Geschäftsräumen in Kaltenkirchen, Lentförden, Winsen und Nützen (Kreis Segeberg) sowie in Quickborn (Kreis Pinneberg) durchgeführt. Hierbei kamen Kräfte der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock, der Bundespolizeiabteilung Ratzeburg und des Hauptzollamtes Itzehoe zum Einsatz. Bei der Durchsuchung eines Objektes in Nützen konnte ein Hauptbeschuldigter aufgegriffen und vorläufig festgenommen sowie umfangreiches Beweismaterial aufgefunden werden, teilten Bundespolizei und Zoll mit. Hierbei handelte es sich unter anderem um Mobiltelefone, Computer, Geschäftsunterlagen und einer Vielzahl von gefälschten Ausweisdokumenten als auch Barmittel in erheblichen Umfang. In einigen der Objekte wurden mehrere serbische und bosnisch- herzegowinische Staatsangehörige festgestellt, bei welchen der Verdacht besteht, dass sich diese Personen unerlaubt im Bundesgebiet aufhalten.

Einsatz der Bundespolizei und des Zolls | Foto: BPol

Die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock führt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Kiel bereits seit Mai dieses Jahres ein umfangreichreiches Ermittlungsverfahren mit dem Hauptzollamt Itzehoe gegen den 42- jährigen Hauptbeschuldigten und eine 43- jährige Beschuldigte wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern, der gewerbsmäßigen Urkundenfälschung und der gewerbsmäßigen Beschäftigung von Ausländern zu ungünstigen Arbeitsbedingungen sowie des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt durch. Die aus Bosnien-Herzegowina stammenden mutmaßlichen Täter stehen im Verdacht, für unerlaubt in das Bundesgebiet eingereiste serbische und bosnisch-herzegowinische Staatsangehörige, den Aufenthalt und die illegale Arbeitsaufnahme in Reinigungs- und anderen Dienstleistungsgewerben organisiert zu haben. Hierzu sollen die Beschuldigten die Arbeitnehmer mit gefälschten Identitätspapieren ausgestattet haben.

Themen
zeige mehr

Ähnliche Artikel

Close

Adblocker erkannt!

Bitte unterstütze uns, in dem Du Deinen Adblocker deaktivierst.