Zu den Spezialeinheiten in Brandenburg zählt das Spezialeinsatzkommando (SEK), das Mobile Einsatzkommando (MEK) und die Verhandlungsgruppe (VG). Den Spezialeinheiten obliegt primär die operative Bekämpfung der schweren Gewaltkriminalität in ganz Brandenburg (z.B. Einsatz bei Geiselnahmen oder ähnlich gelagerten Fällen). Daneben unterstützen sie den polizeilichen Einzeldienst in besonderen Einsatzlagen.

Historie:

Das in Potsdam beheimatete SEK Brandenburg ging aus der ehemaligen Diensteinheit IX hervor.
Im Dezember 1995 faßte das Innenministerium das SEK, das MEK, und die Verhandlungsgruppe unter dem Dach der Spezialeinheit (SE) zusammen und integrierte es als eigenständige Dienststelle in die Landeseinsatzeinheit der Polizei des Landes Brandenburg (LESE).
Dieses „Brandenburger Modell“ wurde in den Folgejahren richtungsweisend für eine Vielzahl anderer Bundesländer.

Im Sommer 1999 sollten laut Plan, 16 Frauen und Männer im Bereich der Führungsgruppe, 60 in den fünf Spezialeinsatzgruppen, 54 in den drei mobilen Einsatzgruppen, elf in der Verhandlungsgruppe und 16 in der technischen Einsatzgruppe ihren Dienst in der SE versehen.
Wie viele andere SEKs auch, plagen die Potsdamer Personalsorgen, so dass zum angegebenen Zeitpunkt nur 101 Beamtinnen und Beamte ihren Dienst in der SE versahen. Das Personalproblem rührt nicht von „Altlasten“, denn nach der Wende wurden 75 Prozent des Personals der ehemaligen DE IX in das SEK übernommen.
Kritiker sehen als Grund für das Personalfehlen auch die Umstrukturierungen, von denen das SEK 1991 und 1995 betroffen war. Eine Verbesserung der Situation könnte entstehen, wenn weitere strukturelle Veränderungen innerhalb der Spezialeinheit vorgenommen werden. Damit ist aber in nächster Zeit nicht zu rechnen.

Seit 1990 führte das SEK eine Reihe spektakulärer Einsätze durch:
Gegen Banden und Drogenschmuggler wurde es eingesetzt. Die Männer aus Potsdam nahmen mehrere Personen wegen des illegalen Handels mit radioaktivem Material fest, räumten besetzte Häuser unter anderem in Brandenburg und Potsdam und bewältigten mehre Erpressungslagen:
Sie ermittelten 1991 gegen die Erpresser des Versandhauses „Quelle“ und zwei Jahre später gegen „Dagobert“. 1997 wurden sie gegen die Erpresser der Handelskette „Edeka/REWE“ eingesetzt. Im gleichen Jahr waren sie an der Festnahme der Entführer Matthias Hintzes beteiligt.

Video zum SEK Brandenburg

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Aufgaben:

Sie lauschen, bringen Sonder- und Spezialtechnik zum Einsatz, suchen gezielt nach gefährlichen Straftätern, observieren Verdächtige und führen Festnahmen von bewaffneten bzw. besonders gewaltbereiten Personen durch. Sie verhandeln in gefährlichen Konfliktsituationen, schützen gefährdete Personen und sind bei Geiselnahmen, Entführungen, Erpressungen sowie bei Demonstrationen mit erheblichem Gefährdungspotential im Einsatz – die Spezialeinheiten und Spezialkräfte des LKA BB.

Die Aufgabenvielfalt sowie der hohe Gefährdungsgrad lassen nur den Einsatz von speziell fortgebildeten, ausgerüsteten und hoch belastbaren Polizeivollzugsbediensteten zu.

Zu den Spezialeinheiten zählen:

  • das Spezialeinsatzkommando (SEK)
  • das Mobile Einsatzkommando (MEK)

Zu den Spezialeinsatzkräften gehören:

  • die Beratergruppe
  • die Zielfahndung
  • der Zeugenschutz
  • die Verhandlungsgruppe (VG).
  • das Dezernat „Einsatztechnik“.

Schlussbemerkung:

Nur für erfahrene Beamtinnen und Beamte nach einer Auswahlprüfung.

Dienstleister des Landeskriminalamtes für die Polizei des Landes

 Quelle: Polizei Brandenburg