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5.000 ballistische Schutzhelme für die nordrhein-westfälische Polizei

Köln | NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat in der vergangenen Woche die ersten von insgesamt 5.000 neuen ballistischen Schutzhelmen an die nordrhein-westfälische Polizei ausgegeben.

„Wir investieren nicht nur in das Personal der Polizei, sondern auch in deren Ausrüstung. Der Schutz unserer Polizisten hat für mich höchste Priorität. Der ballistische Helm ist ein weiterer Baustein für mehr Sicherheit im täglichen Dienst“, erklärte Minister Reul bei der Übergabe im Polizeibekleidungscenter in Köln. Die Spezialhelme schützen die Polizisten vor allem im Frontbereich vor Beschuss aus Schnellfeuergewehren, Messerstichen, Flammen und Säure. Bis Ende des Jahres sollen alle Streifenwagen der Polizei Nordrhein-Westfalen mit den ballistischen Schutzhelmen ausgestattet sein. Dafür sind rund 18 Millionen Euro eingeplant.

Bei der neuen Schutzausrüstung handelt es sich um einen 3,32 Kilogramm schweren Titan-Aramid-Helm des Modells HOPLIT F 1100 H des Herstellers ULBRICHTS Protection. Ausgestattet ist der Helm mit Splitterschutzvisier, der sich in zahlreichen Trainings- und Labortests bewährt hat.

Weltweit erster VPAM-6-Kopfschutz bestehend aus Stirnschild und Titan-Aramid-Helm (Hybrid) der Prüfstufe VPAM 4+

Der Helm schützt in Kombination mit dem modularen FORTIS-Stirnschild wirksam gegen Beschuss aus einem Kalaschnikow-Sturmgewehr. Dies entspricht der Prüfstufe VPAM 6 der europaweit anerkannten Vereinigung der Prüfstellen für angriffshemmende Materialien und Konstruktionen (VPAM).

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„Das Erreichen eines wirksamen Schutzes gegen den Beschuss aus einer Kalaschnikow hat uns zusammen mit der Anforderung eines möglichst geringen Gewichts vor enorme Herausforderungen gestellt“, erläuterte Georg Scharpenack, Geschäftsführer von ULBRICHTS Protection. „Durch die Kombination der Werkstoffe Titan und Aramid ist uns in Verbindung mit der Entwicklung eines innovativen Stirnschilds ein großer technologischer Sprung zum Schutz von Polizisten im Einsatz gelungen.“

„Dieser Helm kombiniert ein Maximum an Sicherheit mit akzeptablem Tragekomfort. Nicht nur bei längeren Einsätzen ist das ein wichtiger Aspekt“, unterstrich der Minister. Bisher gab es vergleichbare Schutzhelme lediglich bei den Spezialeinheiten. Doch auch im täglichen Dienst kann es jederzeit zu gefährlichen Situationen kommen, die ein Maximum an Schutz erfordern. „In Zeiten des Terrors sind diese hochmodernen Helme ein Muss, damit auch der Kopf als mögliche Zielscheibe vor Schüssen geschützt ist. Denn nur wenn die Polizei im Ernstfall handlungsfähig bleibt, kann sie die Menschen auch schützen“, sagte Reul.

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