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IWA OutdoorClassics: Hohe Internationalität und gute Gespräche

Nürnberg | Nach vier Messetagen schloß am Montag im Messezentrum Nürnberg die mittlerweile 45. Ausgabe der IWA OutdoorClassics, internationale Fachmesse für Jagd und Schießsport, Outdoor Equipment sowie Ausrüstung für den Einsatz in der zivilen und behördlichen Sicherheit. Wie die NürnbergMesse mitteilte, trafen sich vom 9. bis 12. März 2018 fast 47.000* Fachbesucher aus aller Welt und informierten sich bei den 1.558* Ausstellern.

Foto: © Tomas Moll
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    Aussteller aus fast 60 Ländern und Fachbesucher aus rund 130 Ländern machten die 45. IWA OutdoorClassics noch internationaler als im Vorjahr. Lediglich aus dem deutschsprachigen Raum war ein etwas zurückhaltenderer Besuch aufgrund der aktuell hier eher stagnierenden Branchensituation zu verzeichnen, so die NürnbergMesse. In diesem Jahr kamen acht von zehn Ausstellern und fast zwei Drittel der Fachbesucher aus Ländern außerhalb Deutschlands nach Nürnberg.

    Die IWA OutdoorClassics 2018 startete am 09.03.2018 in der Messe Nürnberg. Foto: © Tomas Moll

    Sportschützen und Jäger nicht kriminalisieren

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auf der IWA | Foto: © Tomas Moll

    Eröffnet wurde die wohl wichtigste deutsche Messe für Jagdwaffen, Sportwaffen, Outdoor-Ausrüstung und Sicherheitsausstattung, IWA, vom Schirmherrn, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Freitag. „Wir wollen unsere Sportschützen, unsere Jäger nicht kriminalisieren, sondern wir sind stolz auf sie„, sagte Herrmann. Zugleich betonte er aber auch, dass Waffen nur in Hände ausgebildeter und charakterlich geeigneter Personen gehören würde und nicht in die der Reichsbürgerszene. „Dieser Gruppe von Staatsleugnern werden wir auch in Zukunft konsequent einst korrekt erworbene Waffenbesitzkarten nun wieder entziehen„, so der Minister.

    Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) auf der IWA. Foto: © Tomas Moll

    Ähnliche Worte kamen auch beim Grußwort des Nürnberger Oberbürgermeisters Ulrich Maly (SPD), der betonte, wie ganz Deutschland während der Olympischen Spiele mit den erfolgreichen Biathleten mitfiebert, zugleich aber ein Problem mit Schusswaffen hat. Alle würden sich mehr Sicherheit wünschen, aber zugleich die Polizei am liebsten „mit Wattestäbchen ausrüsten“ wollen. Oder die schlechte Stellung von Jägern in unserer Gesellschaft.

    Geschäft mit Waffen stagniert

    Das Geschäft der deutschen Hersteller von Jagd- und Sportwaffen hat nach Angaben des Verbandes der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM) auch im vergangenen Jahr stagniert. 2017 seien voraussichtlich Jagd- und Sportwaffen sowie entsprechende Waffenteile im Wert von etwa 185 Millionen Euro produziert worden.

    IWA OutdoorClassics 2018 in der Messe Nürnberg. Foto: © Tomas Moll

    In den letzten Jahren musste die deutsche Jagd- und Sportwaffenbranche aufgrund des Waffen-Embargos gegenüber Russland einen erheblichen Rückgang der Außenhandelswerte verzeichnen„, sagte JSM Geschäftsführer Klaus Gotzen gegenüber der dpa. Nur bedingt durch die guten Geschäfte in den USA könne der Einbruch in Russland komensiert werden. Da sich nun abzeichne, dass auch das US-Geschäft zurückgehe, seien die Erwartungen für 2018 „eher gedämpft“, so Gotzen.

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann informiert sich über Schutzwesten. Foto: © Tomas Moll

    Bedürfnis nach persönlicher Sicherheit wächst

    Neben den Jagd- und Sportwaffen ist ein wichtiges Segment auf der IWA auch die persönliche Sicherheit. Neben Pfeffersprays – die gekennzeichnet als Tierabwehrspray gelten – oder Elektroimpulsgeräte, rüsten viele Menschen auf. Rund eine halbe Million Bürger besitzen in Deutschland den kleinen Waffenschein und sind damit berechtigt, eine erlaubnisfreie Waffe wie z.B. Gas-Alarm-Waffen zu führen.
    Doch dass immer mehr Menschen Waffen tragen, ist für die Polizei ein großes Problem. „Ich hätte als junger Polizist fast einmal einen 16-Jährigen erschossen“, so Marcus da Gloria Martins, Pressesprecher der Münchner Polizei gegenüber dem ZDF. Denn Schreckschusspistolen seien nur sehr schwer von scharfen Waffen zu unterscheiden.

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann informiert sich über ein RSG. Foto: © Tomas Moll

    Nicht nur aus diesem Grund ist die IWA eine Veranstaltung ausschließlich für Fachbesucher und Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben keinen Zutritt. Eintrittskarten zur IWA OutdoorClassics werden nur an Besucher von entsprechenden Fachhandelsbetrieben, Fachbehörden und Sicherheitsunternehmen gegen entsprechende Legitimation abgegeben.

    Vormerken: Termin IWA OutdoorClassics 2019

    Die nächste IWA OutdoorClassics findet von Freitag, 8. März bis Montag, 11. März 2019 im Messezentrum Nürnberg statt.

    Internationalität gelobt

    Gelobt wurde von Ausstellerseite neben der Internationalität auch die hohe Qualität der Fachbesucher: neun von zehn sind in ihrem Betrieb in Beschaffungsentscheidungen einbezogen, berichtet die NürnbergMesse. Die Fachbesucher hätten wiederum unter den Produkten und Dienstleistungen der Aussteller gefunden, was sie an Bewährtem und Neuem auf der IWA OutdoorClassics gesucht haben – rund 85 Prozent waren mit dem Angebot zufrieden bis sehr zufrieden.

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann informiert sich über neue Produkte beim 5.11 Tactical CEO. Foto: © Tomas Moll

    Veranstaltet wird die IWA OutdoorClassics von der NürnbergMesse, ideelle Träger sind der Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) und der Verband der Hersteller von Jagd-, Sportwaffen und Munition (JSM).

    * Die Besucher-, Aussteller- und Flächenzahlen dieser Messe werden nach den einheitlichen Definitionen der FKM – Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen ermittelt und zertifiziert.

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