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Bundespolizei kontrolliert Fernbusse in der Schleierfahndung

Potsdam | Die Bundespolizei führte vom 27. März bis 2. April 2017 einen bundesweiten Schwerpunkteinsatz zur Kontrolle von grenzüberschreitenden Fernbussen durch. Dabei war nach Angaben einer Sprecherin der Bundespolizei Potsdam das vorrangige Ziel, “das Dunkelfeld unerlaubter Beförderungen auf dem Landweg aufzuhellen“. Im vergangenen Jahr 2016 registrierte die Bundespolizei 5.933 unerlaubte Einreisen mit Fernbussen.

Während des einwöchigen Einsatzes wurden 3.181 Busse mit 87.282 Personen kontrolliert und dabei 146 unerlaubt Eingereiste festgestellt. Darunter waren 17 somalische, 14 nigerianische, 13 albanische, je sieben algerische und ägyptische Staatsanhörige, teilte Bundespolizeisprecherin Helvi Abs mit. Insgesamt 54 Personen verfügten nicht über das erforderliche Visum und 84 Personen führten bei den Kontrollen keinen Reisepass mit sich. Zudem wurden 16 gefälschte Reisepässe und fünf gefälschte Visa festgestellt.

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Die Bundespolizei hat 50 unerlaubt Eingereiste zurückgeschoben bzw. zurückgewiesen und 37 die Weiterreise zum Teil mit Grenzübertrittsbescheinigungen gestattet. Weitere 18 Personen baten um Asyl und 37 wurden an Ausländerbehörden bzw. Jugendämter weitergeleitet. Vier der Aufgegriffenen wurden in Haft genommen.

Bei der großangelegten Kontrolle der Bundespolizisten wurden 133 Fahndungsausschreibungen festgestellt, worunter 26 offene Haftbefehle vollstreckt werden konnten. BPol-Sprecherin Albs: “So wurde beispielhaft am 27. März bei der Kontrolle eines Fernbusses in der Bundespolizeiinspektion Trier ein schwedischer Staatsangehöriger entdeckt, gegen den in Schweden ein europäischer Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Stockholm wegen versuchter Tötung und Körperverletzung vorlag. Eine Auslieferung nach Schweden ist geplant.

Bundespolizisten bei der Kontrolle eines Fernbusses | Foto: © BPolP Potsdam

In Weil am Rhein sind am 29. März bei einer Kontrolle eines Fernbusses des Unternehmens “Flixbus” auf der Route Mailand – Frankfurt/Main sechs somalische minderjährige Staatsangehörige aufgegriffen und an das dortige Jugendamt übergeben worden.

Die Bundespolizei wird auch weiterhin geziehlt in Fernbussen und Zügen ihre Kontrollen fortführen.

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