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Einschleusung mit Todesfolge: Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl

Nach mehrmonatigen Ermittlungen: Haftbefehl wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern mit Todesfolge vollstreckt.

Potsdam | Wegen des Verdachts der Einschleusung von Ausländern mit Todesfolge durchsuchte die Bundespolizei im niedersächsischen Osnabrück zwei Wohnungen und vollstreckte einen Haftbefehl. Der festgenommene afghanische Staatsangehörige stehe im Verdacht, im Januar 2016 während einer Bootsschleusung von der Türkei nach Griechenland als sogenannter Begleitschleuser an Bord gewesen zu sein, teilte die Bundespolizei mit.

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Die Überfahrt war von einer international agierenden Schleusergruppierung organisiert worden, wobei das völlig überfüllte Boot bei widrigen Witterungsverhältnissen sank. Lediglich 24 von insgesamt etwa 90 Migranten konnten gerettet werden. Durch die griechische Küstenwache wurden 35 Leichen geborgen, die anderen Personen blieben vermisst.

Während der verhaftete mutmaßliche Schleuser gegenüber den griechischen Behörden vortäuschte, selbst ein Flüchtling zu sein, sind die von ihm unmittelbar begleiteten Personen (zwei Frauen und vier Kinder) beim Sinken des Bootes zu Tode gekommen. Im Anschluss an seine Rettung setzte sich der jetzt Verhaftete nach Deutschland ab und beantragte im Februar 2016 Asyl. Hier kamen ihm die Ermittler der Bundespolizei nach Zeugenhinweisen auf die Schliche.

An den gestrigen Durchsuchungsmaßnahmen waren insgesamt 30 Bundespolizisten beteiligt, so ein Sprecher des Bundespolizeipräsidiums Potsdam.

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