Fuldatal | Vor dem Hintergrund des jüngsten Anschlags auf einen Mannschaftswagen der französischen Polizei am 20. April 2017 auf den Champs-Élysées in Paris wurde auf Initiative der Direktion Bundesbereitschaftspolizei zu einem internationalen Fachforum zur Thematik „Komplexe Lebensbedrohliche Einsatzlagen (KLE) eingeladen.

Ein Angehöriger der BFE Plus beim Fachforum | Foto: © Bundesbereitschaftspolizei_small

Vom 16.- 17. Mai 2017 trafen sich rund 230 Führungskräfte, Entscheider, Trainer und Experten der Bundespolizei, des Bundesamtes für Verfassungsschutzes, der Bundeswehr, der 16 Länderpolizeien sowie internationale Sicherheitspartner aus Österreich, den Niederlanden, Frankreich, Belgien, Polen und der Schweiz zu einem Erfahrungsaustausch in Fuldatal.
In seiner Begrüßung machte der Präsident Friedrich Eichele deutlich, dass aus seiner Sicht die Behörden auf eine lang anhaltende terroristische Bedrohungslage mit Veränderungen bei der Tatbegehung und den Tatmitteln einstellen müssen. Zahlreiche Sicherheitsexperten, u.a. der Kommandeur der GSG 9 der Bundespolizei, Polizeidirektor Jérôme Fuchs und der Inspekteur der bayerischen Polizei, Thomas Hampel, stellten ihre jeweiligen Maßnahmen und Erfahrungen zur Bewältigung von terroristischen Bedrohungslagen vor.

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Neben Taktik, Führungs- und Einsatzmittel, standen taktische Einsatzmedizin und mentale, psychologische Prävention im Mittelpunkt. Die Direktion Bundesbereitschaftspolizei stellte in diesem Zusammenhang die neu gegründete, robuste Einheit der Bundesbereitschaftspolizei, die sogenannte „BFE +“, vor. Neben Blumberg wurden mittlerweile in den Bundesbereitschaftspolizeiabteilungen Sankt Augustin, Bayreuth und Uelzen, weitere Einheiten etabliert.

Eine 5. Einheit BFE+, im hessischen Hünfeld, wird bis Ende Juni 2017 einsatzbereit sein.