Bundespolizeipräsident Matthias Seeger | Foto: © SEK-Einsatz.de
Bundespolizeipräsident Matthias Seeger | Foto: © SEK-Einsatz.de

Berlin – Wie das Nachrichtenmagazin „Focus“ und der „Tagespiegel“ berichten soll Bundesinnenminister Friedrich zum 01. August die Führungsspitze der Bundespolizei ausstauschen. Aus Koalitionskreisen wurde dieses bereits bestätigt. Das Bundesinnenministerium teilte auf Anfrage mit: „Das Ministerium gebe zu Personalspekulationen keine Stellungnahme ab.“

Wie „Focus online“ aus verlässlichen Sicherheitskreisen erfahren haben will, soll Bundespolizeipräsident Matthias Seeger, sowie seine beiden Stellvertreter Wolfgang Lohmann und Michael Frehse abgelöst werden. Seegers Nachfolger im Amt soll angeblich Dieter Roman werden. Roman war bisher Referatsleiter für Terrorismusbekämpfung im Bundesinnenministerium.
Zwei weitere Spitzenbeamten aus dem Innenministerium sollen laut „Focus online“ neue Vizepräsidenten der Bundespolizei werden: Jürgen Schubert, der bisher Inspekteur der Bereitschaftspolizeien der Länder war, sowie Franz Palm, der das Haushaltsreferat in der Zentralabteilung des Ministeriums leitete.
BPol Präsident Seeger soll am Montag offiziell über seine Ablösung informiert werden, wie die dpa berichtet.

Die Personalentscheidung soll am Mittwoch nächster Woche in der Kabinettssitzung bekannt gegeben werden – und muss vom Kabinett beschlossen werden.

Zu den Hintergründen gibt es bislang nur verschiedene Gerüchte. Laut „Focus Online“ soll die Ablösung hauptsächlich aufgrund Seegers Widerstands gegen die Reformpläne der Bundespolizei erfolgen. Seeger hatte sich in der Vergangenheit vehement gegen die Zusammenlegung von Bundespolizei und Bundeskriminalamt ausgesprochen. Mit einer Zusammenlegung von Bundespolizei und BKA wollte die Kommission unter dem damaligen Bundesinnenminister Thomas de Maizière die Terrorabwehr effizienter machen und Doppelstrukturen abschaffen. SEK-Einsatz.de berichtete.

Laut „Tagesspiegel“ sollen die Gründe zur Ablösung Seegers auf interne Konflikte in der Bundespolizei beruhen. Der Präsident würde die internen Probleme nicht in den Griff bekommen und muss deshalb gehen. Außerdem gebe es Unstimmigkeiten wegen der Kontakte Seegers zu Behörden in Weißrussland.