Sie genießt in Deutschland und international einen legendären Ruf: Die Grenzschutzgruppe 9, kurz GSG 9. Am 17. September 2012 wurde anlässlich eines Festakts das 40. Jubiläum dieser Spezialeinheit gefeiert.

Der Gründungsgedanke der GSG 9 entsprang einem traurigen Anlass: Das Attentat der palästinensischen Terrororganisation „Schwarzer September“ während der Olympischen Spiele 1972 auf die israelische Mannschaft. Elf israelische Sportler, ein Polizist und fünf Geiselnehmer starben. Dies führte jedermann vor Augen, dass Deutschland dringend Spezialkräfte der Polizei benötigt, die auch eine solch extreme Situation bewältigen können.

Einsatz der GSG 9 in Mogadischu 1977

Am 26. September 1972 wurde daher die GSG 9 als Spezialeinheit des damaligen Bundesgrenzschutzes (BGS) – der heutigen Bundespolizei – gegründet. Bereits ein Jahr später war sie einsatzbereit. Das Kommando wurde damals dem Oberstleutnant im BGS, Ulrich Wegener, übertragen, der beim Festakt auch an die Entstehungsgeschichte der Einheit erinnerte. Unter seiner Führung bestand die GSG 9 mit der Beendigung der Landshut-Entführung in Mogadischu 1977 ihre erste echte Bewährungsprobe mit Bravour: Alle 86 Geiseln der Lufthansa-Maschine „Landshut“ wurden befreit, alle eingesetzten BGS-Beamten kehrten wohlbehalten in ihre Heimat zurück.

Status quo der Sicherheit ohne GSG 9 „unvorstellbar“

Der heutige Chef der GSG 9, Leitender Polizeidirektor Olaf Lindner, hob die Bedeutung der Einheit im Rahmen der nationalen und internationalen Zusammenarbeit hervor. Die GSG 9 kooperiert national eng mit den Spezialeinheiten der Bundesländer und ist darüber hinaus Mitglied des internationalen „ATLAS“-Verbundes, in dem die Spezialeinheiten verschiedener Länder zusammenarbeiten. Ab Oktober 2012 übernimmt Olaf Lindner den Vorsitz über diesen Kompetenzverbund der Spezialeinheiten von EU-Mitgliedsstaaten.

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Bundesinnenminister dankte der GSG 9

Bundesinnenminister Dr. Friedrich dankte allen Beamten der GSG 9 für ihr hochprofessionelles, verantwortungsbewusstes und stets engagiertes Handeln in besonderen Gefahrensituationen. Der Minister sagte: „Die GSG 9 ist in den 40 Jahren ihres Bestehens ein unverzichtbarer Garant unsers wehrhaften Rechtsstaats geworden. Die Bürgerinnen und Bürger können sich im Notfall auf die Schlagkraft, und das herausragende Können der Beamten der GSG 9 verlassen.“

Für den nötigen Rückhalt und die Unterstützung der Beamten in Zeiten des Einsatzes dankte Friedrich ausdrücklich auch den Familienangehörigen der Bundespolizisten.
Der Minister betonte auch die große Bedeutung der GSG 9 im steten Kampf gegen den Terrorismus und schwerste Gewaltkriminalität. Die deutsche Sicherheitsarchitektur sei ohne die hoch spezialisierte GSG 9 unvorstellbar, so Friedrich.

Video zur GSG 9 der Bundespolizei – GSG 9 – Die Spezialeinheit

Die GSG 9 mit Sitz in Sankt Augustin bei Bonn ist eine Spezialeinheit der Bundespolizei zur Bekämpfung von Terrorismus und schwerster Gewaltkriminalität. Oberstes Ziel ist es, gefährdete Menschenleben zu retten. Die GSG 9 wird im Aufgabenbereich der Bundespolizei, aber auch auf Anforderung anderer Behörden, z.B. des Bundeskriminalamtes, der Bundeszollverwaltung, des Auswärtigen Amtes und der Polizeien der Länder eingesetzt.
Bislang hat die GSG 9 der Bundespolizei über 1.700 Einsätze bewältigt.

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Quelle: BMI