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Polizei in Offenbach führt den Taser zur Probe im Streifendienst ein

Offenbach | Seit Mai 2017 testet die hessische Polizei beim ‚Überfallkommando‘ des Polizeipräsidiums Frankfurt, im Rahmen eines Pilotprojekts, das sogenannte „Distanz-Elektroimpulsgerät“ – kurz DEIG – der Firma TASER. Elektroimpulsgeräte ermöglichen der Polizei, aus der Distanz heraus auf eine Person einzuwirken. Die sofort einsetzende Bewegungsunfähigkeit verhindert, dass die Person sich selbst, anderen Personen oder den einschreitenden Polizeibeamtinnen und -beamten Schaden zufügen kann (z.B. Abwehr des Angriffs einer Person mit höchster Gewaltbereitschaft).

Ein Taser X2 bei der Polizei Offenbach | Foto: Polizeipräsidium Südosthessen
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Nun soll der Probelauf auf das 1. Polizeirevier in Offenbach erweitert werden. Seit Anfang November werden nun die ersten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten an der ’nichtletalen Waffe‘ ausgebildet. Dort soll nach Angaben von Polizeisprecher Rudi Neu das Gerät zunächst zum Einsatz kommen. Das 1. Polizeirevier ist für die östliche Innenstadt von Offenbach und die Offenbacher Stadtteile und Siedlungen Bieber, Bürgel, Rumpenheim und Waldheim zuständig.

Erfahrungen aus der Vergangenheit zeigten, dass alleine die Androhung des DEIG so manchen Angreifer zur Aufgabe bewogen haben, bevor sich eine Situation mehr und mehr zuspitzte„, erklärte Neu. Alleine dadurch sollen die Beamten, die mit dem Gerät ausgerüstet werden, einen entscheidenden Vorteil erhalten.

Erstes positives Fazit in Berlin und Trier

Wie Berlins Polizeisprecher Thomas Neuendorf bereits Ende Juni auf Nachfrage von SEK-Einsatz.de mitteilte, gab es im Rahmen des andauernden Probelaufes insgesamt vier erfolgreiche Tasereinsätze, bei dem weder Einsatzkräfte noch Gegenüber verletzt wurden. Auch aus dem Polizeipräsidium Trier liegt nun ein erster Zwischenbericht vor. Darin heißt es: …”Zwischen dem 6. März und dem 30. September kam das DEIG in 18 Fällen zum Einsatz, wovon zwölfmal die bloße Androhung reichte, um Täter zur Aufgabe zu bringen. In vier Fällen mussten die Einsatzkräfte aus der Distanz auf Gewalttäter schießen und in zwei weiteren Fällen wendeten die Beamten den Taser im “Körperkontaktmodus” an. Alle Getroffenen wiesen lediglich Eintrittsstellen der Pfeile oder leichte Rötungen auf und konnten binnen Sekunden schonend überwältigt werden.”

Auch der Trierer Polizeipräsident Rudolf Berg erklärte, dass seine Beamtinnen und Beamten etliche Konflikte hätten schlichten können, ohne auf den Schlagstock oder Pfefferspray zurückgreifen zu müssen. Ganze Gruppen, die mit Angreifern sympathisierten, hielten sich mehr zurück und bedrängten die Einsatzkräfte weniger. „Zum jetzigen Zeitpunkt können wir davon ausgehen, dass das Gerät zur Verhinderung gewalttätiger Einsatzverläufe beitragen und somit Verletzungen auf beiden Seiten vermeiden kann“, erklärte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD).

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Bayern testet Taser ab 2018

Wie der bayerische Innenminister Joachim Hermann (CSU) ankündigte, werden weitere Einsatzeinheiten mit dem Taser ausgestattet. “Wir beabsichtigen, im Rahmen eines einjährigen Pilotversuchs unsere Unterstützungskommandos bei der Bereitschaftspolizei und bei den Polizeipräsidien München und Mittelfranken mit Tasern auszustatten“, erklärte der Minister. “Ebenfalls miteingebunden werden die Einsatzzüge in Aschaffenburg, Kempten, Regensburg und Straubing.” Der Pilotversuch soll Mitte 2018 starten.

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