Polizei intern

Polizeiakademie Niedersachsen: Neue Raumschießanlage übergeben

Nienburg | Nach einer einjährigen Bauphase wurde am heutigen Montag die neue Raumschießanlage in der Rohrsener Straße in Nienburg offiziell an die Polizeiakademie Niedersachsen übergeben. Die moderne Anlage wird für die Ausbildung der rund 650 Studierenden der Akademie am Nienburger Hauptsitz wie auch für das Stammpersonal benötigt. Wenn im April noch einmal bis zu 300 Studierende hinzukommen, wird die Schießanlage sehr gut ausgelastet sein, prognostiziert die Polizei. Auch die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg soll die Gelegenheit zum Schusswaffeneinsatztraining in der neuen Anlage bekommen.

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Der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius (SPD), sagte bei der Übergabe: „Eine zeitgemäße und vor allem professionelle Aus- und Fortbildung ist nicht nur zum Schutz der Polizeibeamtinnen und -beamten unverzichtbar, sondern auch ein ganz entscheidender Baustein für eine wirksame Kriminalitätsbekämpfung. Die Niedersächsische Polizei muss auch in Zukunft quantitativ und qualitativ den hohen Ansprüchen gerecht werden, die an eine moderne und bürgernahe Polizei gestellt werden. Durch die neue Anlage werden optimale Trainingsmöglichkeiten für die Studierenden geschaffen und nicht zuletzt aufwendige und kostenintensive Umwege zu alternativen Standorten verhindert.

Die Anlage wurde von der GBN Wohnungsbaugesellschaft GmbH aus Nienburg errichtet, die auch die Bewirtschaftung übernimmt. Das Land Niedersachsen und die Polizeiakademie mieten das Gebäude mindestens für die nächsten 20 Jahre.

Rund 80 geladene Gäste aus Politik, Polizei, Wirtschaft und aus der Stadt Nienburg nahmen an der feierlichen Übergabe in dem 25 m langen Schießraum teil.

Der Geschäftsführer, Claus Vollmer, und der Aufsichtsratsvorsitzende der GBN, Horst Prüfer, übergaben einen symbolischen Schlüssel an Minister Pistorius sowie den Direktor der Polizeiakademie Dieter Buskohl.

Horst Prüfer unterstrich in seiner Begrüßung die gute Zusammenarbeit mit der Akademie wie auch mit dem Schießstättenmanagement der Polizei Niedersachsen. Durch ein unkompliziertes Zusammenwirken aller Beteiligten sei das Bauprojekt nach einem Jahr zeitnah fertiggestellt worden.

Der Direktor der Polizeiakademie Dieter Buskohl spricht zu den geladenen Gästen | Foto: Polizei

Die Studierenden der Polizeiakademie in Nienburg mussten in den letzten zehn Jahren ihr Schusswaffeneinsatztraining auf dem Außenschießstand der Bundeswehr durchführen. Um situative, einsatznahe Trainings durchführen zu können, wurden immer wieder Fahrten zu den nächstgelegenen landeseigenen Raumschießanlagen nach Oldenburg, Diepholz oder Hannover in Kauf genommen. Aufgrund dieser Tatsachen zeigte der Direktor der Polizeiakademie Dieter Buskohl sich sehr glücklich über die baldige Nutzungsmöglichkeit der neuen Raumschießanlage. Sein Dank richtete sich an die Bundeswehr für die sehr gute Zusammenarbeit seit Bestehen der Akademie sowie natürlich an die Stadt Nienburg und die GBN für die Umsetzung der Mietvorhaben. „Es ist ein großer Glücksfall, dass die neue Raumschießanlage direkt neben der Nordertorschule liegt, die wir ab April für den Studienbetrieb mitnutzen werden.“ freute sich Buskohl. Die Schießausbilder würden ab April Räume in der ehemaligen Hauptschule beziehen und seien so in unmittelbarer Nähe zu ihrer Trainingsstätte. Aber auch für die Studierenden sei die Schießstätte mit einem kurzen Fußweg vom Hauptgebäude gut zu erreichen.

Die Wichtigkeit der Erweiterung der Polizeiakademie für die Stadt Nienburg betonte der Bürgermeister Henning Onkes in seinem Grußwort: „Wir freuen uns sehr über die positive Entwicklung der Polizeiakademie hier in Nienburg. Sie bringt junge Menschen in die Stadt und wir tun alles, damit sie sich hier sehr wohl fühlen. Auch in Zukunft wird die Stadt ein verlässlicher Partner der Akademie sein.

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