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Chieming | Am Samstagmittag lief im Raum Chieming ein für die Polizei aufwendiger Einsatz an. Bei einer polizeilichen Kontaktaufnahme an seiner Wohnung, zeigte ein 54-jähriger Mann ein Messer und eine Hammer vor, zudem äußerte er sich äußerst wirr und sehr aggressiv. Letztendlich musste er mit SEK-Unterstützung festgenommen werden.

Gegen den Mann war ein richterlicher Beschluss erlassen worden, über den nun ein Gespräch mit der Polizei erfolgen sollte. Als Beamte der Polizeiinspektion Traunstein an seiner Wohnung mit ihm am Samstagmittag in Kontakt treten wollten, zeigte der Betroffene ein Messer und einen Hammer vor, zudem äußerte er sich äußerst wirr und auch aggressiv. Gegen weitere Gespräche sperrte er sich, auch waren im weiteren Verlauf aus der Wohnung Geräusche einer Motorsäge zu hören.

Unter Leitung der Polizeiinspektion Traunstein wurde ein größerer Einsatz aufgebaut. Andere Bewohner des Mehrfamilienhauses mussten aus dem Haus gebeten werden, Beamte umstellten das Gebäude. Sicherheitshalber wurden der Rettungsdienst und ein Notarzt zur Einsatzstelle beordert. Auch die örtliche Feuerwehr war vorsorglich mit 25 Einsatzkräften vor Ort„, teilte Polizeisprecher Andreas Guske mit.

Besonders geschulte Beamte versuchten über viele Stunden wiederholt mit dem Mann in Kontakt zu treten und ihn zum Verlassen der Wohnung zu bewegen. Als dies nicht gelang, griffen Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) gegen 16 Uhr zu und verschafften sich gewaltsam Zutritt zur Wohnung des Betroffenen. Dieser hatte seine Wohnungstüre auch mit einem Schrank verbarrikadiert und trat den Einsatzkräften mit einem Hammer und einem langen Messer gegenüber. Auch eine Machete trug der 54-Jährige bei sich. Zudem roch es in der Wohnung stark nach verschüttetem Benzin. Die Spezialeinsatzkräfte mussten den sich wehrenden Mann überwältigen und festnehmen. Dabei erlitt dieser leichte Verletzungen, die von Notarzt und Rettungsdienst vor Ort erstversorgt wurden, anschließend kam der Mann zur weiteren ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Die eingesetzten Beamten bleiben unverletzt.

Der 54-Jährige, der sich offenbar in einer psychischen Ausnamesituation befand, wird nach jetziger Einschätzung in die Obhut einer ärztlichen Fachklinik übergeben.