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Angehörige einer Verhandlungsgruppe mit blauen Schutzwesten in Anlehnung an die UN-Friedenstruppen | Symbolfoto: © Tomas Moll
Angehörige einer Verhandlungsgruppe mit blauen Schutzwesten in Anlehnung an die UN-Friedenstruppen | Symbolfoto: © Tomas Moll
[dropcap color=“#1e73be“ font=“0″]G[/dropcap]eisenfeld | Ein 67-jähriger Mann aus Geisenfeld widersetzte sich am gestrigen Freitagmorgen (01.08.2014) einer angekündigten Zwangsräumung und löste so einen größeren Polizeieinsatz aus.
Um 08.50 Uhr unterstützten Polizeibeamte aus Geisenfeld einen Gerichtsvollzieher samt Schlüsseldienst, um eine Wohnung am Hafnerbergl in Geisenfeld räumen zu lassen. Da die Wohnungstür auf Klingeln und Klopfen nicht geöffnet wurde und auch der Schlüsseldienst diese nicht öffnen konnte, wurde die Feuerwehr hinzugezogen um ein Loch in die Wohnungstür zu schneiden. Nun konnten die Polizeibeamten feststellen, dass sich der 67-Jährige Mieter in der Wohnung aufhielt. Reden wollte der Mieter mit den Beamten nicht und auch der Aufforderung die Wohnung zu verlassen kam er nicht nach.

Aufgrund der Aktenlage war der Polizei Geisenfeld bekannt, dass der 67-Jährige legal über mehrere Lang- und eine Kurzwaffe verfügt. Um eine Gefährdung für alle Beteiligten auszuschließen, wurde die Verhandlungsgruppe des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord sowie ein Spezialeinsatzkommando (SEK) hinzugezogen. Auch die anderen Wohnungen in dem Mehrfamilienhaus wurden sicherheitshalber geräumt.

Über mehrere Stunden versuchten die Beamten der Verhandlungsgruppe vergeblich den Mann zum Verlassen der Wohnung zu bewegen. Gegen 14.40 Uhr drangen die SEK-Beamten in die Wohnung ein und konnten den unbewaffneten 67-Jährigen widerstandslos festnehmen. Verletzt wurde bei dem Polizeineinsatz niemand.
In der Wohnung fanden die Beamten einen verschlossenen Waffenschrank, dessen Inhalt noch überprüft wird.