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Nürnberg | Am heutigen Freitagmorgen gegen 7 Uhr erfuhr die Polizei durch ein anonymes Schreiben von einer Bedrohungslage am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften (Wiso) der Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in der Lasse Gasse 20.
Wie Polizeisprecher Robert Sandmann vom PP Mittelfranken sagte, „sei ein Vorlesungsgebäude des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften betroffen gewesen“. An weiteren Bereichen der Universität wurden am frühen Morgen zunächst Personen- und Taschenkontrollen durchgeführt. Insgesamt waren rund 1000 Studierende von den Maßnahmen betroffen.

Ab ca. 10 Uhr wurden weitere eintreffende Studenten abgewiesen. Mit einem Großaufgebot an Polizeikräften von Spezialeinsatzkommando (SEK) und Unterstützungskommando (USK) wurde die Uni geräumt und die Studenten in Sicherheit gebracht. Nachdem das gesamte Gebäude durch die Spezialeinsatzkräfte geräumt war, kam auch die Hundestaffel mit Spürhunden zum Einsatz. Nach rund drei Stunden konnte die Polizei Entwarnung geben. „Verdächtige Personen oder Gegenstände wurden nicht gefunden“

Über den Kurznachrichtendienst Twitter warnte die Universität die Studenten und bat „Ruhe zu bewahren„.

 

Mögliche Amoklage mit Geiselnahme

In dem anonymen Schreiben wird von einer Amoklage mit Geiselnahme gesprochen. Dieses wurde von der Polizei zunächst sehr ernstgenommen. Derzeit wird geprüft, ob die Äußerungen stimmen oder es sich um einen ‚Scherz‘ handelt. Für den heutigen Freitag standen mehrere Prüfungen an der Uni an.

 

Die weiteren Ermittlungen der Polizei dauern an. Der Uni Betrieb findet am morgigen Samstag wie gewohnt statt.