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Bielefeld | Der Polizei lagen Aufklärungsergebnisse vor, dass es am Sonntag in Bielefeld zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen den Rockergruppierungen Hells Angels und Turkey Nomads kommen sollte. Am Vormittag wurde schließlich auf der A 2 ein größerer Konvoi von zehn Fahrzeugen mit Hells Angels Bezug auf dem Weg Richtung Ostwestfalen festgestellt, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Die Polizei richtete daraufhin u. a. mit Einsatzkräften eines Spezialeinsatzkommandos (SEK), der Bereitschaftspolizei und Kräften aus mehreren Polizeibehörden NRWs Kontrollstellen im Bereich Bielefeld und den angrenzenden Autobahnen A 33 und BAB 2 ein. Unterstützt wurden die Beamten aus der Luft durch einen Hubschrauber.

„Ziel war es, den Mitgliedern der Rockergruppieren durch präventive Maßnahmen deutlich zu machen, dass die Polizei auf Veranstaltungen, die zur Demonstration von Macht genutzt werden, bzw. mögliche Auseinandersetzungen mit „Null Toleranz“ reagiert“, so der Polizeisprecher.

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Im Bereich Bielefeld- Ummeln, Gütersloher Straße/ Steinhagener Straße und auf dem Nordring in Gütersloh wurde der Konvoi angehalten. Bei der Durchsuchung und Überprüfung nahm die Polizei 25 Personen vorläufig in Gewahrsam. Alle Personen erhielten Platzverweise und ein mündliches Bereichsbetretungsverbot für die Stadt Bielefeld. Im Rahmen der Gefahren abwehrenden Maßnahmen durchsuchten Polizeikräfte in der Mittagszeit auch das Vereinshaus der Turkey Nomads an der Erpestraße in Bielefeld-Ummeln.

Hier wurden insgesamt sieben Personen zeitweise in Gewahrsam genommen. Die Beamten kontrollierten insgesamt 52 Personen. Sie stellten sechs szenetypische Schlagwaffen, Messer und zwei „Kutten“ sicher.

Die Polizei geht davon aus, dass durch die Maßnahmen eine Auseinandersetzung verhindert werden konnte. „Die Polizei beobachtet die Rockerszene in Bielefeld sehr aufmerksam und wird weiterhin mit massivem Druck gegen diese kriminellen Strukturen vorgehen“, heißt es aus dem PP Bielefeld.

Rocker in Berlin erschossen

Erst am vergangenen Freitagmittag wurde im Berliner Bezirk Lichtenberg ein 28-jähriger Angehöriger der Rockergruppierung »Guerilla Nation«, der mit seinem Motorrad unterwegs war, auf offener Straße erschossen.