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[dropcap bgcolor=“#1e73be“]M[/dropcap]inden | In der Nacht zu Dienstag sorgte ein 33-jähriger Mann für den Einsatz von Spezialeinheiten der Polizei und der Feuerwehr , als er um kurz vor Mitternacht auf den südlichen Brückenbogen der Weserbrücke kletterte. Der offenbar psychisch kranke Mann konnte nach über drei Stunden von den Beamten des SEK Bielefeld unversehrt geborgen werden, nachdem er kurzfristig auf dem Brückenbogen ohnmächtig wurde. Ein Rettungswagen brachte den Mann anschließend ins Klinikum.

[one_third]Anzeige [ad id=“12672″][/one_third]Der 33-Jährigen war zuvor auf den Brückenbogen geklettert und hatte von dort per Notruf die Polizei verständigt. Als die Beamten eintrafen, weigerte er sich wieder herunterzusteigen. Da die akute Gefahr eines Absturzes oder eines Sprunges bestand, sperrten die Einsatzkräfte die Weserbrücke komplett ab. Die Feuerwehr traf unter anderem mit einem Leiterwagen ein und baute zwei Sprungkissen auf. Nachdem die zwischenzeitlich nach Minden beorderten Experten einer Verhandlungsgruppe (VG) der Polizei aus Münster sowie Beamten des SEK aus Bielefeld eingetroffen waren, ergab sich durch die gesundheitlichen Probleme des Mannes die Möglichkeit diesen gefahrlos zu bergen. Mit Hilfe eines Rettungskorbes der Feuerwehr gelang die Aktion.

Schaulustige stören SEK-Einsatz

Sehr zum Leidwesen der Einsatzkräfte störten zwei Schaulustige die Rettungsaktion, wie die Polizei mitteilte. So forderte ein angetrunkener 45-jähriger Fußgänger den Mann lauthals auf zu springen. Polizisten nahmen den Störer umgehend in Gewahrsam. Später fanden sie in dessen Bekleidung geringe Mengen an Rauschgift. Ähnlich erging es einem allzu neugierigen 21-Jährigen. Da auch er einem Platzverweis der Polizisten nicht nachkam, musste er ebenfalls in einer Zelle im Polizeigewahrsam Platz nehmen.