Terror in London: Messerattacke in U-Bahn

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London | Am Samstagabend kam es in der Londoner U-Bahn-Station „Leytonstone“ zu einer Messerattacke, bei dem zwei Menschen teils schwer verletzt wurden.
Medienberichten zufolge rief der 29-jährige Angreifer bei seiner Tat: „Das ist für Syrien“. Bestätigen wollte die britische Polizei das bislang nicht, spricht jedoch von einem Terrorakt. „Wir behandeln dies als terroristischen Vorfall“, erklärte der Chef der Antiterror-Polizei, Richard Walton. Er rief die Bevölkerung auf, „ruhig zu bleiben, aber wachsam zu sein“. Der Vorfall ereignete sich zwei Tage nach den ersten britischen Luftangriffen gegen die Jihadistenorganisation „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien.

Gegen 19 Uhr bedrohte der 29-Jährige zunächst Passanten in der belebten U-Bahn-Station mit einem Messer und stach zwei Personen nieder. Ein 56-jähriger Mann wurde dabei schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei ist sein Zustand aber nicht lebensbedrohlich. Ein weiterer Mann wurde leicht verletzt, eine Frau wurde bedroht, aber nicht verletzt.

Angreifer mit Taser überwältigt

In mit Mobiltelefonen aufgenommenen Videos ist zu sehen wie der mit einem grauen Oberteil und einer braunen Hose bekleidete Mann mehrere Polizisten bedroht. Währenddessen liefen andere Passanten einfach weiter, so dass die Polizeikräfte nicht ihre Dienstwaffen einsetzen konnten, sondern zum Taser griffen.

Wie weitere Amateurvideos zeigten, wurde der Messerangreifer binnen weniger Sekunden durch die eingesetzten Polizeikräfte schließlich überwältigt und festgenommen.  

Auf einem Twitter-Video ist ein Passant zu hören, der dem Täter zuruft: „Du bist kein Muslim, Kumpel“ (engl: You ain’t no Muslim, bruv“).

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