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600 Beamte bei Großrazzia gegen Rocker im Einsatz

Symbolfoto
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Die Polizei hatte heute in den frühen Morgenstunden mehr als 30 Objekt durchsucht und dabei sieben Verdächtige festgenommen sowie umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, darunter Schusswaffen, Munition, Betäubungsmittel und Bargeld. Die mehr als 20 Beschuldigten wohnen in der Mehrzahl im süd- und vorderpfälzischen Raum sowie in Baden-Württemberg und Österreich. Bei den Personen handelt es sich überwiegend um Angehörige und Unterstützer des Rockerclubs Gremium MC (GMC) aus dem südwestdeutschen Raum.

Das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz und die Staatsanwaltschaft Frankenthal führen seit längerer Zeit Ermittlungen gegen diesen Personenkreis, der in den Handel mit Waffen und Betäubungsmitteln verstrickt ist. Zudem werden die Personen verdächtigt, diverse Gewaltdelikte begangen zu haben.

In dem Polizeieinsatz unter Federführung des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz kamen heute insgesamt mehr als 600 Polizeibeamtinnen und -beamte zum Einsatz. Darunter befanden sich Einsatzkräfte aller Polizeipräsidien im Land sowie der Bereitschaftspolizei. Ebenso waren Spezialeinsatzkräfte (SEK) aus dem gesamten Bundesgebiet eingebunden. Die ermittelnde Staatsanwaltschaft Frankenthal wird morgen weitere Einzelheiten zu den Ergebnissen der groß angelegten Aktion bekanntgeben.

Minister Lewentz zufrieden mit Polizeiaktion gegen Rockerszene
Innenminister Roger Lewentz hat der Polizei und der Staatsanwaltschaft Frankenthal zu dem erfolgreichen Schlag gegen die kriminelle Rockerszene am heutigen Tag gratuliert. „Das war saubere Ermittlungs- und hervorragende Polizeiarbeit“, sagte der Minister am Nachmittag in Mainz. „Wir sehen uns in unserer Einschätzung bestätigt, dass es von der Rockergruppierung Gremium MC direkte Verbindungen zur Organisierten Kriminalität gibt. Im Sinne der Sicherheit der Menschen in unserem Land und im Sinne des Rechtsfriedens werden wir weiter einen Ermittlungsschwerpunkt bei der Rockerkriminalität setzen. Und natürlich muss im Lichte der heutigen Durchsuchungen erneut geprüft werden, welche Vereinsverbote gegen sogenannte ‚Motorradclubs‘ mit kriminellen Verstrickungen möglich sind“, so Lewentz.

„Die Kolleginnen und Kollegen in den beteiligten Dienststellen haben mit großer Professionalität einen erfolgreichen Einsatz gegen die kriminelle Rockerszene vorbereitet und durchgeführt. Ich bin sehr zufrieden, dass wir heute die Null-Toleranz-Strategie des Landes erneut dokumentieren konnten. Wir werden den Verfolgungsdruck auf die Szene weiterhin hoch halten“, betonte Innenminister Lewentz.

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