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Anschlag als Paketlieferant? Terrorverdächtiger in Karlsruhe gefasst

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[dropcap]K[/dropcap]arlsruhe | Am Mittwoch nahmen Polizeibeamte des baden-württembergischen Spezialeinsatzkommandos (SEK) den 29-jährigen deutschen Staatsangehörigen Dasbar W. aufgrund eines Haftbefehls des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs vom 19. Dezember 2017 fest. Der Festgenommene ist nach Angaben der Bundesanwaltschaft dringend tatverdächtig in mehreren Fällen die ausländische terroristische Vereinigung „Islamischer Staat“ (IS) unterstützt und sich sodann an ihr als Mitglied beteiligt zu haben. Darüber hinaus ist er der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat dringend verdächtig, teilte die Behörde am frühen Abend mit.

Anschlag als Paketliefernat geplant?

Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden habe der 29-Jährige erwogen, unter anderem mit einem Kraftfahrzeug einen Anschlag auf die Stände rund um die Eisfläche auf dem Karlsruher Schlossplatz zu begehen. Dazu kundschaftete er ab Ende August 2017 die Örtlichkeiten rund um das Karlsruher Schloss aus und seit September 2017 bewarb er sich – im Ergebnis allerdings vergeblich bei verschiedenen Paketdiensten um eine Anstellung als Fahrer.

Zuvor soll Dasbar W. im Zeitraum von April bis Juli 2015 hauptsächlich von Deutschland aus den sogenannten Islamischen Staat unterstützt haben. Dazu soll er erstellte Propaganda-Videos auf mehreren Internetplattformen verbreitet haben. Zudem übermittelte er an die Teilnehmer einer Chatgruppe Propagandamaterial des „IS“, um diese im Sinne der Ideologie der Terrororganisation zu motivieren, teilte der Generalbundesanwalt mit.

Im Juni 2015 verließ Dasbar W. schließlich Deutschland in Richtung Irak. Im März 2016 kehrte er für kurze Zeit nach Deutschland zurück und reiste im Juli 2016 erneut in den Irak aus. Dort schloss er sich dem „Islamischen Staat“ an. Er wurde an Schusswaffen ausgebildet und spionierte für die Vereinigung in der irakischen Stadt Erbil mögliche Anschlagsziele aus.

Der Beschuldigte wird morgen dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der ihm den Haftbefehl eröffnen und über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird.

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